Brasilien

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Landesweiter politisierter Streik der Postler

Am Freitag, dem 11. September, fand in Brasilien ein landesweiter Protest der Post-Beschäftigten statt. Gleichzeitig sind die Kolleginnen und Kollegen der Post schon seit dem 17. August im Ausstand. Es geht gegen die Privatisierungen der staatlichen Post, für Lohnverhandlungen und für sozialen Rechte (wie die Gesundheitsvorsorge), gerade angesichts der Covid-19-Pandemie!

Korrespondenz

Die Verhandlungen am 11.9. vor dem bundesweiten Arbeitsgericht gegen die kategorische Weigerung des General Peixoto (zuständiger Minister), Lohntarifverhandlungen zu führen, waren begleitet von landesweiten Protesten. Die Privatisierung von insgesamt aktuell 17 staatlichen Unternehmen ist Teil des neoliberalen Programm des faschistischen Präsidenten Bolsonaro und seines Wirtschaftsminister Guedes, der Teile des internationalen Finanzkapitals bevorzugt bei der Privatisierung. Zum Beispiel könnten UPS, Amazon und der private Flugcarrier Azul die Nutznießer der Privatisierungen der staatliche Post in Brasilien sein. Das Arbeitsgericht will über die Legalität des Streiks entscheiden, die Entscheidung steht noch aus ...

 

Außerdem ist auch ein Ziel der faschistoiden Regierung, mit der Privatisierung der Post auch die Renten- und Sozialversicherung der Post-Angestellten Postalis (gegr. 1981) und ihre Milliarden zum Raubgut zu erklären - und sich natürlich über Mittelsmänner dabei selbst zu bereichern. Neben dem, dass hunderte ehemalige Offiziere, Oberste und Generäle von Bolsonaro ernannt und alimentiert werden, in dem sie hohe staatliche Posten in Ministerien und Verwaltungen bekommen. Um dann dort die Privatisierungen und die Unterdrückung der organisierten Arbeiterbewegung zu managen!

 

Deshalb ist der Streik auch sehr politisch und richtet sich gegen die Militärs und die Regierung. Sicher wäre es gut, wenn internationale Solidarität gegenseitig geübt und gemeinsam gestreikt würde. Am 11. September fanden ja auch in Deutschland Warnstreiks der Postbeschäftigten statt, zu denen ver.di aufgerufen hatte.