Eisenach

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200 Kolleginnen und Kollegen bei der Pausenversammlung bei Opel

Gestern, 18,. September, fand bei Opel in Eisenach eine sehr erfolgreiche Pausenversammlung statt. Am Mittwoch hatte der Personalchef Ralph Wangemann in einem Brief an die Belegschaft offen mit Massenentlassungen gedroht. Er schrieb auf gut Deutsch: Wenn bei Opel bis Jahresende nicht noch 1600 Kolleginnen und Kollegen selbst den Aufhebungsvertrag unterschreiben, dann wird gekündigt. Das ist eine dreiste Provokation. Die erste Antwort hat er gestern in der Pause von den Kolleginnen und Kollegen aus Eisenach bekommen.

Korrespondenz
200 Kolleginnen und Kollegen bei der Pausenversammlung bei Opel
Die Kolleginnen und Kollegen während der Pausenversammlung (rf-foto)

Allerdings war von der Fertigung so gut wie keiner da. Die Bereichsbetriebsräte der Fertigung haben einfach keine Einladung auf die Pausenplätze gelegt und die Kolleginnen und Kollegen nicht mobilisiert. Aus anderen Bereichen wie der Logistik sind 90 Prozent der Kolleginnen und Kollegen gekommen, um ihrem Protest Ausdruck zu verleihen. Trotz der Verweigerung zur Mobilisierung durch einzelne Bereichsbetriebsräte sind 200 Kolleginnen und Kollegen erschienen.

 

Der Betriebsratsvorsitzende Bernd Lösche informierte die Kolleginnen und Kollegen und stellte klar, dass wir uns gemeinsam mit den anderen Standorten der Konzernbelegschaft wehren werden. Er informierte, dass es Pläne gibt die Plugin Hybrid Variante des Grandland X von Eisenach nach Sochaux zu verlagern. Da gehen bei vielen Eisenachern die Alarmglocken an. Diese Variante wurde den Eisenachern als zweites Modell verkauft und mit viel Tam-Tam in den Medien als die Zukunftstechnologie des Standortes gefeiert. Jetzt fürchten nicht wenige, dass hinter der Verlagerung der Plan stecken könnte die Produktion in Eisenach nach und nach ausbluten zu lassen und den Grandland X in Zukunft nur noch in Sochaux zu bauen.

 

Es war ein sehr guter Anfang und wenn wir die Kolleginnen und Kollegen der Fertigung beim nächsten Mal auch informieren und mobilisieren, dann wird es sicher beim nächsten Mal noch viel voller. Nicht wenige Kolleginnen und Kollegen sagten hinterher: „Die nächste Aktion muss parallel mit den anderen Standorten laufen und dann darf es auch länger dauern als die Pause ist.“