Continental

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Aachen Informationsveranstaltung des Betriebsrats zur angekündigten Schließung

„Das Ende droht, jetzt beginnt der Kampf“. Das ist der Titel in den „Aachener Nachrichten“ angesichts der geplanten Schließung des Continental-Werks in Aachen (1800 Kolleginnen und Kollegen)

Korrespondenz

Am gestrigen 16. September fand die öffentliche Informationsveranstaltung des Betriebsrats auf dem Parkplatz vor dem Werkstor statt. Vorausgegangen war am Dienstag die völlig überraschende schriftliche Information der Kollegen durch die Werksleitung über den Beschluss des Unternehmensvorstandes zur Schließung des Werkes in Aachen bis Ende 2021.

 

Zu der Informationsveranstaltung kamen unter anderem Arbeitsminister Karl-Josef Laumann, Oberbürgermeister Marcel Philipp etc. Zu der Veranstaltung gekommen waren sicherlich 1500 Kollegen aus dem Werk, meist in Conti-Arbeitsmontur. Weder die Werksleitung noch der Konzernvorstand waren anwesend, was auf allgemeines Missfallen traf.

 

Insgesamt war die Stimmung unter den Kollegen recht kämpferisch. Einzelne Beiträge wurden mit Pfiffen kommentiert. Mehrere Befragte meinten, man müsse kämpfen, aber die Beschlüsse seien schon hinter verschlossenen Vorhang ausgehandelt, die Sache sei wahrscheinlich gelaufen. Vertrauen in die bürgerlichen Politiker oder in Verhandlungen mit der Geschäftsleitung waren nicht erkennbar. Die Forderung nach Kampf um jeden Arbeitsplatz, die 30 Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich kam auf. Auch die Gründung eines Solidaritätskreises wurde befürwortet.

 

Der Betriebsratsvorsitzende aus Aachen stellte abschließend heraus, dass der Kampf der Kollegen zum Erreichen der Stückzahl in der Produktion jetzt der Vergangenheit angehören. Hiermit wurde indirekt auf mögliche Kampfmaßnahmen ausgerichtet.