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1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der FFF-Demo

In Dortmund kamen rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur FFF-Demo, zwei Drittel weniger als noch im November 2019.

Korrespondenz
1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der FFF-Demo
(rf-foto)

Besonderheit in Dortmund war, dass zur Stichwahl der OB-Wahl B90/Die Grünen eine Wahlempfehlung für den CDU-Kandidaten herausgegeben hatten. Der Einfluss von B90/Grüne auf die Dortmunder FFF-Bewegung kam u.a. darin zum Ausdruck, dass im Mittelpunkt der Demo die „Verkehrswende“ stehen sollte, wie z.B. Ausbau der Radwege. Sicher kein Zufall, dass dies Kernpunkt der „Projektpartnerschaft“ von CDU und B90/Grüne ist. Diese Partnerschaft stieß so manchem sauer auf, was ein Bandmitglied bei der Abschlusskundgebung auch lautstark zum Ausdruck brachte, indem er empfahl, die Grünen nicht zu wählen.

 

Organisiert war ein Sternmarsch mit zwei Fahrraddemonstrationen und drei Fußdemonstrationen aus verschiedenen Stadtteilen mit anschließender gemeinsamer Kundgebung auf dem Friedensplatz. Zeitlich waren Demonstrationen und Kundgebung in Dortmund außerhalb der Schulzeit gelegt, weshalb wenig Schülerinnen und Schüler teilnahmen. Kinder waren von FFF bei der Fahrraddemo gar nicht vorgesehen, so dass die Kleinsten leider nach einer kurzen Strecke aufgeben mussten.

 

Internationalistisches Bündnis, MLPD, REBELL und Rotfüchse beteiligten sich an der Fahrraddemo von Huckarde aus mit schön geschmückten Fahrrädern unter anderem mit der Forderung zur Einheit von Arbeiter- und Umweltbewegung. Eine Delegation von TKSE-Kollegen kam zur Fahrraddemo und Kundgebung „für Arbeitsplätze und Umweltschutz“. Sie machten darauf aufmerksam, dass das Problem „die Profitwirtschaft“ und damit der Kapitalismus ist.

 

An der Abschlusskundgebung beteiligten sich das Internationalistische Bündnis, das Kommunalwahlbündnis BergAUF aus Bergkamen, MLPD, REBELL und die Umweltgewerkschaft. Vereinzelt waren auch Kolleginnen und Kollegen mit ver.di-Fahnen dabei. Der REBELL konnte viele Gespräche führen und Flyer verteilen: „Viele waren offen für den Sozialismus.“

 

Schwierig war es, mit den Leuten über die Standpunkte der MLPD zu reden. Gelungen ist das immer dann, wenn man sich nicht am Tragen der „Parteifahne“ festbiss, sondern sich inhaltlich über den weiteren Weg  im Umweltkampf auseinandersetzte. Die Veranstalter beließen es dabei, über das Mikrofon sich gegen die MLPD-Fahne zu wenden. Stattdessen hetzten sie die Polizei gegen angebliche Flyer-Verteiler der MLPD, die von der Polizei einen Platzverweis erhielten. Das Verbot des passiven Verteilens ist eine unzulässige Einschränkung demokratischer Rechte, die nicht akzeptiert werden kann.