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Berlin-Marienfelde: Protest gegen „Kahlschlag“ - MLPD bezieht Stellung

Innerhalb weniger Stunden wurde am 18. September die gesamte anwesende Belegschaft bei Daimler in Berlin-Marienfelde vom Betriebsrat zusammengetrommelt, um ihr mitzuteilen, dass das gesamte Südwerk auf der Kippe steht. Das sind mehrere Hundert Arbeitsplätze.

Von Landesleitung Ost der MLPD
Berlin-Marienfelde: Protest gegen „Kahlschlag“ - MLPD bezieht Stellung
(foto: Andreas Geick (CC BY-SA 3.0))

Aus der Informationsversammlung wurde eine Protestaktion gegen den „Kahlschlag“. Bisher ist davon in keinem Medium außer Rote Fahne News etwas zu erfahren. Für den 24. September ist (Corona-bedingt) auf dem Parkplatz eine außerordentliche Betriebsversammlung angesetzt. Die MLPD Berlin Südost hat dazu eine Solidaritätserklärung veröffentlicht:

Nur wer kämpft kann gewinnen

Wir erklären unsere vorbehaltlose Solidarität zum Kampf um jeden Arbeitsplatz in Marienfelde. Es geht nicht nur um unsere Arbeitsplätze. An jedem Arbeitsplatz in der Automobilindustrie hängen zig Arbeitsplätze in der Zuliefererindustrie – und unsere Jugend braucht Arbeitsplätze!

 

Die angedrohten Schließungen und Verlagerungen sind deshalb eine Kriegserklärung an uns alle. Selbst in Corona-Zeiten wurde mit Kurzarbeit und immenser Arbeitsverdichtung der Profit auf unserem Rücken gesteigert. Wir sind uns sicher, dass ein Streik für den Erhalt aller Arbeits- und Ausbildungsplätze große Solidarität und Unterstützung finden wird. Auch an anderen Standorten werden Schließungs- und Verlagerungs- und Vergabepläne forciert. Dagegen gilt es zusammenzuhalten: Für einen konzernweiten Aktionstag!

 

Die Autokonzerne und Daimler mit vorne dran versuchen, Arbeitsplätze und Umweltschutz gegeneinander auszuspielen. Skrupellos haben sie Abgaswerte manipuliert um die tatsächliche Umweltbelastungen zu vertuschen. Zum Leben brauchen wir Arbeit und eine intakte Umwelt.

 

Statt die einzelnen Standorte mit der Einführung von auch umweltmäßig umstrittener Batterieproduktion gegeneinander auszuspielen, fordern wir im ganzen Konzern die Umstellung auf nachhaltige Antriebstechnologien. Dazu gehört, dass die Stromgewinnung für die E-Mobilität als auch für die Brennstoffzelle durch erneuerbare Energien erfolgt.

 

Der IG-Metall-Vorsitzende brachte jüngst die Vier-Tage-Woche ins Spiel. Wir treten konzernweit für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich auf Kosten der Profite ein. Auch als Konzernvereinbarung als Vier-Tage-Woche (ohne Wochenendarbeit).

 

Wer Wind sät, wird Sturm ernten!