Leverkusen

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Breites Teilnehmerspektrum - Protest gegen Redeverbot für die MLPD

Auch in Leverkusen fand eine Kundgebung mit anschließender Demo statt. Es war ein breites Spektrum an Teilnehmern, es nahmen jedoch keine Schulklassen teil.

Korrespondenz

Wegen Corona gab es kein offenes Mikrofon. Man musste sich im Vorfeld mit einem Beitrag anmelden, was eine Vertreterin der MLPD auch rechtzeitig tat. Das Orga-Team reagierte mit einem Redeverbot für REBELL und MLPD. Der Inhalt des Vebotes war, dass sich die MLPD bisher auf keiner FFF-Kundgebung an die Regeln des Orga-Teams gehalten habe: jede Partei nur eine Fahne und keine Flyer verteilen.

 

Stimmt, die MLPD hat sich dem kleinbürgerlichen Führungsanspruch des Orga-Teams nicht untergeordnet und und ihr demokratiasches Recht an einer "Mitwirkung an der politischen Willensbildung" wahrgenommen. Wir reagierten mit einem fundierten inhaltlichen Protestbrief. Der Brief begründete u.a., dass Marxisten-Leninisten notwendiger Bestandteil der FFF-Bewegung sein müssen und kritisierten, dass das Orga-Team versucht, mit den restriktiven Maßnahmen eine Kritik am Kapitalismus, eine Kritik an den Hauptverursachern der Monopolindustrie und die Diskussion um eine gesellschaftliche Alternative, den echten Sozialismus, unterbinden zu wollen. Offensichtlich schreckte dieser Brief das Orga-Team mächtig auf. Die Spitze war, dass ein Ordner hektisch zu Kundgebungsteilnehmern hinrannte, mit denen wir sprachen, und diesen bedeutete, die MLPD habe hier nichts zu sagen. Alle anderen Ordner waren der MLPD gegenüber distanziert freundlich. Diese Auseinanderserzung ist mit Sicherheit nicht beendet.

 

Auf der Kundgebung gab es sechs Redner, u.a. ein Vertreter der "Koordination gegen Bayergefahren". Er stellte die Politik von Bayer in den Mittelpunkt:

  • dass Bayer in Wirklichkeit in den letzten beiden Jahren den CO2 -Ausstoß erhöht und nicht verringert hat,
  • dass Bayer die Belegschaft unter Druck setzt, entweder Umweltschutz oder Vernichtung von Arbeitsplätzen,
  • auch wenn alle SUV's von der Straße wären, greift das nicht die umweltzerstörerische Politik der Konzerne an.

 

Der Vertreter von ver.di forderte den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs.

 

Insgesamt in Leverkusen ein guter spannender Auftakt der Bewegung von FFF und dass die Menschen den Kampf gegen die drohende Klimakatastrophe führen wollen. Ein Beitrag einer Rednerin, dass die Regierung doch endlich was tun soll, zeigt, dass es noch viele Diskussionen über den Weg, WIE der Kampf geführt werden muss, notwendig sind.