MAN-Aktionstag

MAN-Aktionstag

Über 2000 Kollegen bei kämpferischer Protestaktion auf der Straße

Heute gingen über 2000 MAN-Kollegen zu einer kämpferischen Protestaktion auf die Straße: Gegen die angekündigte Vernichtung von 1280 Arbeitsplätze im Werk Nürnberg - im ganzen Konzern MAN-Truck sollen es 9500 sein. Der IG-Metall-Jugend-Block war mit einem großen Transparent vorne dran, als die Demo sich vom Werkstor über die Nürnberger Südstadt zog. Auch Delegationen anderer Südstadtbetriebe (Trafo, Siemens und Leistritz) schlossen sich dem Protest an.

Von Korrespondentin aus Nürnberg
Über 2000 Kollegen bei kämpferischer Protestaktion auf der Straße
Die Kollegen sind kampfbereit (rf-foto)

Vertreter vom Vertrauenskörper und Betriebsrat bei MAN sprachen kämpferisch: Dass sie die angekündigten Stellenstreichungen nicht akzeptieren werden. Das sei wie eine Kriegserklärung! Auch Vertreter der SPD und der neue Oberbürgermeister Marcus König von der CSU sprachen in dem Tenor: "Wir werden alles in die Waagschale werfen. Wenn wir alle zusammenhalten, werden wir das schon hinkriegen!"

 

Die MLPD war mit einem Transparent und mit einer Solidaritätserklärung mit dabei und in vielen Gesprächen ging es um die Frage, wie es weiter gehen wird. Das Thema, dass der Kapitalismus nur noch in Krisen existieren kann, und nicht das Missmanagement sondern der Kapitalismus das Problem sei, wurde intensiv diskutiert. Es kommt jetzt darauf an, sich nicht gegeneinander ausspielen lassen, sondern den gemeinsamen Kampf um unsere Arbeitsplätze an jedem Standort und in jedem Land zu führen. Dass wir dafür einen langen Atem brauchen, war schnell klar, und dass ein Aktionstag da nicht ausreichen wird.

 

Wir propagierten die Forderung nach der 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich und dass wir ein vollständiges allseitiges und gesetzliches Streikrecht für unseren Kampf brauchen. Denn um uns müssen wir uns selber kümmern. Diese Meinung hörten wir an dem Tag öfters - entgegen den Beteuerungen von SPD- und CSU-Politikern, dass sie es schon für uns richten werden. Die MLPD ist eine Arbeiterpartei, die gestärkt werden muss - sie stellt ihr Know-how zur Verfügung und steht für die konzern- und länderübergreifende Koordinierung der Arbeiterkämpfe. Morgen früh werden wir wieder vorm Tor stehen und diese Auseinandersetzung weiter führen.