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Corona-Fakten-Check in den Schulen

Am 9. September, waren in Nordrhein-Westfalen 6987 Schüler und 576 Lehrer in Quarantäne.

Von gos

Vier Schulen waren wegen Corona ganz geschlossen, 106 zum Teil. Das erscheint auf den ersten Blick nicht viel - bei insgesamt über 4500 Schulen sind das "nur" knapp 2,5 Prozent. Aber: Warum hat das Kultusministerium diese Zahlen erst am 22. September zur Verfügung gestellt? Gibt es hier etwas zu vertuschen?

 

Die Lehrergewerkschaft GEW NRW hat gerade eine Umfrage bei ihren Mitgliedern unter Lehrkräften dazu gemacht, wie die Regierung sie vor Infektionen schützt: 39 Prozent geben der Landesregierung eine 5 - mangelhaft, 29 Prozent sogar eine glatte 6 - ungenügend,.¹ Auch der Verband Lehrer NRW kritisiert, dass "ein klares Konzept für den Schulbetrieb in Corona-Zeiten fehlt".

 

Eine Schülerin einer zehnten Klasse berichtet: "Als eine von uns Corona hatte, wurden nur ihre direkten Sitz-Nachbarn im Klassenzimmer unter Quarantäne gestellt. Alle anderen machten weiter wie bisher." Eine lückenlose aktuelle Information des Kultusministeriums ist nötiger denn je - und erst Recht der bestmögliche Schutz für Lehrkräfte und Schüler. Dagegen wurde gestern bei der Bund-Länder-Konferenz zu Corona im Kern ein "Weiter-so" bezüglich der Schulen vereinbart, mit etwas mehr Lüftungsoptionen. Die Schulen müssen möglichst ungestört laufen - damit die Eltern brav zur Arbeit gehen können. Im Forderungskatalog von MLPD und REBELL heißt es zu den Schulen: "Für eine schrittweise Schulöffnung UND konsequenten Gesundheitsschutz! 2020 kann es keinen Unterricht, wie er bis März stattfand geben, stattdessen: Der Gesundheitsschutz steht an erster Stelle. Dazu gehört regelmäßige Hygieneerziehung, sorgfältige Hygiene in allen Klassen, Fluren, Sanitäranlagen, kostenlose Masken für alle und natürlich Tests, Tests, Tests! Schüler und Lehrer testen vor Wiederaufnahme des Schul- und Kita-Betriebes. Pädagogische und räumliche Möglichkeiten vorrangig auf den Bedarf von Kindern und Eltern konzentrieren: besonderer Förderbedarf, fehlende räumliche/ technische Möglichkeiten für Home-schooling, Eltern im Home-office. Kleine beständige Lerngruppen von max. zehn Schülern. Rollierende Gruppen können sinnvoll sein. Die Lehrer müssen Zeit haben, zusätzliche Hausaufgaben und online-Unterricht anzuleiten, persönlichen Kontakt zu Kindern und Eltern zu halten."