Afrika

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Die Völker sind in Bewegung!

In mehreren Ländern Westafrikas stehen Wahlen an: In der Elfenbeinküste und in Guinea im Oktober, in Burkina Faso im November und in Ghana und im Niger im Dezember.

Korrespondenz aus Paris
Die Völker sind in Bewegung!
Aktivistinnen und aktivisten von "Stand up for Cameroun" bei einer Aktion im Land selbst (foto: Twitter)

Einige Länder Westafrikas stehen bereits am Beginn einer gesamtgesellschaftlichen Krise. Im August wurden bei Unruhen in der Elfenbeinküste 15 Menschen getötet. Es entwickelte sich eine politische Krise, nachdem Präsident Alassane Ouattara - entgegen den Richtlinien der Konstitution - ein drittes Mal für dieses Amt kandidieren wollte und zig Gegenkandidaten zu den Wahlen nicht zugelassen wurden. Das bedeutet, dass Ouattara nicht vorhatte, an Korruption und neokolonialer Ausbeutung und Unterdrückung irgend etwas zu ändern.

 

Auch andere Länder geraten in Bewegung: In Kamerun fand Mitte September eine kämpferische Demonstration gegen die Regierung von Paul Biya statt. Danach wurden 600 Menschen festgenommen. Anwälte haben keinen Zugang zu ihnen und das Militär riegelt die großen Städte ab. Mehrere Aktivisten wurden festgenommen, vor Militärgerichte gestellt und wegen Aufrufs zum Aufstand angeklagt.

 

Eine Genossin der ICOR-Organisation UPC-Manidem aus Kamerun berichtet: „Die Menschen in Afrika haben ihre Probleme satt. Sie erwachen und wollen kämpfen. Gleichzeitig sind die Bedingungen sehr schwer. Wegen der brutale Unterdrückung kann man nicht offen reden und die Menschen haben Schwierigkeiten, den richtigen Weg von Scheinlösungen zu unterscheiden. Vor fünf Tagen wurden Genossen aus unserem Bündnis ‚Stand up for Cameroun‘ (‚Aufstehen für Kamerun‘) nach einer ganz normalen Sitzung ohne Angaben von Gründen festgenommen und sind bisher nicht wieder auf freiem Fuß. Wir kämpfen für die Freilassung aller politischen Gefangenen.“

 

Vor einer Woche fand eine panafrikanische Demonstration in Paris statt, an der mehrere tausend Afrikaner aus mehr als 25 Ländern teilnahmen. (siehe Rote Fahne News!)

 

Für die Perspektive der Kämpfe wird es entscheidend darauf ankommen, dass revolutionäre Organisationen gestärkt werden und zusammenarbeiten - in Afrika aber auch in den imperialistischen Ländern. Proletarier aller Länder und unterdrückte Völker, vereinigt Euch!