Willi Dickhut

Willi Dickhut

Richtungsweisendes Vermächtnis: "Sozialismus am Ende?"

1992, direkt nach dem Erscheinen von Willi Dickhuts letztem Buch, "Sozialismus am Ende?", machten wir, MLPD-Genossinnen und -Genossen aus München, unsere ersten Einsätze für den Parteiaufbau in Ostdeutschland, in der Stadt Gera in Thüringen.

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Richtungsweisendes Vermächtnis: "Sozialismus am Ende?"

An Infoständen und bei Hausbesuchen sprachen wir mit vielen Menschen, boten das Buch "Sozialismus am Ende?" und die Rote Fahne an und führten einige gut besuchte Gesprächsrunden durch. Wir klingelten nicht nur an vielen Wohnungstüren, sondern gingen auch durch die Schrebergärten. Wir brauchten mehrere Anläufe und etliche kritisch-selbstkritische Diskussionen, um zu lernen, den Leuten genauer zuzuhören und den richtigen Ton zu treffen. Sie hatten schon ihre Erfahrungen mit "Besser-Wessis". Zu denen wollten wir auf keinen Fall gehören. "Sozialismus am Ende?" war selbst die beste Anleitung für diese Auseinandersetzung.

 

Die Volksbewegung der DDR erreichte die Wiederherstellung der deutschen Einheit in den Grenzen, die nach dem Sieg über den Hitlerfaschismus 1945 durch das Potsdamer Abkommen festgelegt worden waren. Sie verwirklichte damit den Auftrag, der sich allen antifaschistischen und demokratischen Kräften stellte, nachdem die Spaltung Deutschlands von den westlichen Siegermächten durchgesetzt worden war.

 

Das "friedliche" Verschwinden des DDR-Staates und die Integration der DDR in den westdeutschen Kapitalismus waren so nur möglich, weil die ökonomische Grundlage der DDR bereits kapitalistisch war. "Sozialismus am Ende?" weist nach, wie die hoffnungsvollen Ansätze eines sozialistischen Aufbaus in der DDR von einer neuen Bourgeoisie verraten wurden, wie der Einsatz und der Idealismus der Bevölkerung von den Revisionisten missbraucht wurden. Mit Reformen von oben und sozialistischen Phrasen sollte den Massen der Blick dafür verstellt werden, dass längst ein bürokratischer Kapitalismus die gesellschaftlichen Verhältnisse prägte. Detailliert analysiert "Sozialismus am Ende?" die inneren wirtschaftlichen und kulturellen Widersprüche als Ursachen des Untergangs der DDR.

 

Willi Dickhut gab wenige Wochen vor seinem Tod mit dem Buch "Sozialismus am Ende?" der MLPD und der Arbeiterklasse im wiedervereinten Deutschland ein bedeutendes Vermächtnis. Er entwickelte in diesem Buch die Grundzüge der Lehre von der Denkweise, die eine ausschlaggebende Rolle spielt für einen neuen Aufschwung des Kampfs um den echten Sozialismus. Mit diesen Lehren aus den Erfahrungen mit dem bürokratischen Kapitalismus haben wir hervorragende Voraussetzungen, den Massen zu helfen, dass sie dem Antikommunismus keine Chance mehr geben!

 

Der Sozialismus ist nicht am Ende! An allen Ecken und Enden spürt man die Sehnsucht nach einer grundlegend anderen Gesellschaft, in der die Menschen in Freiheit und Würde leben können. "Die historischen Erfahrungen mit dem bürokratischen Kapitalismus enthalten wichtige Lehren für die sozialistische Zukunft. Wenn es der Arbeiterklasse gelingt, sich diese Lehren zu eigen zu machen, wird sie erneut in die Offensive gehen. Im wiedervereinigten Deutschland verfügt sie dazu über ausgezeichnete Voraussetzungen." (Seite 150)

 

Themenseite zum echten Sozialismus auf mlpd.de

Faltblatt der MLPD: "Echter Sozialismus: Was wir aus der DDR-Geschichte lernen können"

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