Antifaschismus

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Griechenland: Gericht erklärt "Goldene Morgenröte"zur kriminellen Vereinigung

Seit fünf Jahren findet der Prozess gegen die faschistische Partei „Chrysi Aygi“ (Goldene Morgenröte, Anm. d. Red.), eine Verbrecherorganisation in Griechenland, statt.

Korrespondenz

Das heute gefällte Urteil hat das umgesetzt, wofür Tausende Griechinnen und Griechen - vor allem Jugendliche - in Hunderten von Städten demonstriert haben: „Chrysi Aygi“ ist zur kriminellen Vereinigung erklärt und ihre Führungsspitze entsprechend schuldig gesprochen worden. Unter den Verurteilten ist der Gründer und Führer der Partei, Nikolaos Michaloliakos. Den Verurteilten drohen bis zu zehn Jahre Gefängnis, die Urteilsbegründung und das Strafmaß werden in den nächsten Tagen erwartet.

 

„Faschisten sind nicht unschuldig! Sie gehören ins Gefängnis!“, war in allen Demonstrationen die Hauptlosung. „Chrysi Aygi“ wurden für Folgendes schuldig befunden: Der Ermordung von Pavlos Fyssas; der mörderischen Angriffe auf die Kommunisten und Gewerkschafter von PAME; der mörderischen Angriffe auf Antifaschisten und Menschen, die sich für die Flüchtlinge einsetzen – wie Michalis Aiwaliotis von der Selbstorganisation der Bewohner von Lesbos, OXI; des versuchten Mordes, der gefährlichen Körperverletzung und der Angriffe auf ägyptische Fischer.

 

Auch in Mytilene, der Inselhauptstadt von Lesbos, haben Hunderte demonstriert. Und sie waren stolz auf ihre Losung: „Faschisten einsperren - Solidarität mit den Flüchtlingen.“