Berlin

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"Wir brauchen ein starkes Bündnis fortschrittlicher Menschen!"

Etwa 150 Menschen kamen zur Kundgebung und Demonstration der Montagsdemonstration auf den Berliner Alexanderplatz. Es erklangen antifaschistische Lieder der Musikgruppe „Nümmes" im Wechsel mit Redebeiträgen.

Korrespondenz

Eine Frau sagte: „Mir ist als emanzipierte Frau wichtig, meine Meinung öffentlich zu vertreten. Ich habe die DDR miterlebt. Heute wird viel zu wenig für Soziales investiert. Dagegen bekommen die Unternehmen Milliarden vom Staat gezahlt. Wir brauchen ein starkes Bündnis fortschrittlicher Menschen."

 

Selbstbewusst und diszipliniert demonstrierten wir „Mundschutz ja, Maulkorb nein. Wir kämpfen um unseren sozialen Rechte und verteidigen die demokratischen Rechte." Ein Arbeiter von Siemens betonte den Zusammenhang zu den Montagsdemonstrationen von 1989 und ab 2004 gegen die Hartz-Gesetze. Es ist wichtig, sich nicht unterkriegen zu lassen.

 

Klaus Freudigman von der Berliner Montagsdemo lud ein sich in die Bewegung einzureihen und forderte eine bundesweite Arbeitszeitverkürzung auf die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, um Arbeitsplätze zu schaffen. „Unser Kampf geht weiter, bis die unsozialen Hartz IV-Gesetze vom Tisch sind. Wir fordern mehr Geld für Arbeitslose und die Schaffung von Arbeitsplätzen."

 

Der Vertreter der Marxistisch-Leninistsichen Partei Deutschlands, Andrew Schlüter, sprach über die Notwendigkeit, angesichts der Weltwirtschafts- und Gesundheitskrise über eine Alternative zur kapitalistischen Gesellschaft zu beraten und sich dafür nicht dem antikommunistisches Denkverbot der Herrschenden unterzuordnen.

 

Die Veranstalter der Bundesweiten Montagsdemonstrationsbewegung haben zum Gesundheitschutz kurzfristig die Demonstration in Berlin auf Berliner Teilnehmerinnen und Teilnehmer reduziert, da Berlin inzwischen eine deutlich steigende Corona-Infektionsrate hat. Die Montagsdemonstranten aus Ost- und Norddeutschland konnten deshalb leider nicht nach Berlin kommen und haben örtliche Kundgebungen durchgeführt. Wir senden ihnen solidarische Grüße aus Berlin.