Deutsch-Philippinische Freunde

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Corona-Pandemie trifft Beschäftigte aus den Philippinen hart

Philippinische Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger in Deutschland stehen im Umgang mit Covid-19 einer vollkommen neuen Situation gegenüber.

Korrespondenz
Corona-Pandemie trifft Beschäftigte aus den Philippinen hart
Viele im Ausland beschäftigte Arbeiter und Arbeiterinnen aus den Philippinen verloren ihre Arbeit und mussten zurückkehren

Aufgrund vieler Überstunden und der ständigen Ansteckungsgefahr nehmen die seelischen und körperlichen Belastungen der Pflegekräfte enorm zu. Gleichzeitig wächst die Solidarität und Verbundenheit zwischen den Arbeitskolleginnen und -kollegen. Zu Freunden und Familie in Deutschland und in den Philippinen ist der Kontakt aufgrund der medizinischen Verantwortung und der Distanz auf Videoanrufe und soziale Medien beschränkt. Von philippinischen Freunden und Familienmitgliedern wird den philippinischen Krankenpflegerinnen und -pflegern große Wertschätzung zuteil.

 

Viele Seeleute arbeiten seit 13 Monaten pausenlos, ohne Perspektive auf den für sie wichtigen Crew-Wechsel. Dies beruht auf einem weltweiten Erlass, dass Schiffsbesatzungen aufgrund des Ansteckungsrisikos ihre Schiffe nicht mehr verlassen dürfen. Gleichzeitig warten viele angeheuerte Seeleute in den Philippinen auf ihre Einsätze. Ein Viertel der 1,6 Millionen Seeleute weltweit sind Filipinos. Viele philippinische Kreuzschifffahrtsangestellte sind derzeit in deutschen Seehäfen gestrandet.

 

Die Situation der am meisten prekär Beschäftigten, der philippinischen LKW-Fahrer in Europa, hat sich durch die Corona-Pandemie weiter verschlimmert. Viele von ihnen sind mit Monatslöhnen von maximal 600 Euro bei europäischen Leiharbeitsfirmen angestellt. Teils zahlen die Speditionen an die philippinischen Fahrer keine Löhne mehr aus. Die Fahrer haben keine finanziellen Ressourcen für eine Rückkehr in die Philippinen oder zur Unterstützung ihrer Familien.

 

Gleichzeitig verloren über 323.500 "Übersee-Beschäftigte" aus den Philippinen zwischen Februar und Mai 2020 ihre Arbeit und kehrten in die Philippinen zurück.