Corona

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Erhalt und Schutz der langfristigen Gesundheit unserer Kinder

260.080 Neuinfizierte weltweit am 8.10.20 zeigen ein anschwellendes globales Niveau der Corona-Pandemie.Was bisher weltweit zu beobachten war, ist jetzt eindeutig auch in Europa der Fall: Eine unkontrollierte Entwicklung. Auch in Deutschland schnellen die Neuinfektionen in die Höhe. Wir stehen in einer qualitativen Veränderung hin zu einer zweiten Welle der Infektion: Mittwoch 2.828, Donnerstag 4.058, Freitag 4.580 Neuinfektionen und auch über das Wochenende neue Höchstwerte seit Mitte April bundesweit – das ist eine klare Tendenz.

Von hs
Erhalt und Schutz der langfristigen Gesundheit unserer Kinder
Coronaviren (foto: gemeinfrei)

Nach einer Tagung des Präsidiums der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) wurde am 30. September die Leitlinie ausgegeben: "Es hat klar Priorität, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten und die Schulen und Kitas weiter öffnen zu können." Eine Begründung, die dafür immer wieder herhalten muss ist u.a. die angeblich geringere Infektiösität über und Infizierung von Kindern.

 

Jüngste Entwicklungen in Gladbeck widersprechen dem. So berichtet die WAZ am 09. Oktober dass Fälle an sieben Schulen aufgetreten sind, mehrere Klassen sind noch in Quarantäne. Gladbeck ist darum am letzten Mittwoch zur Maskenpflich zurückgekehrt. Würde die Stadt nicht zum Kreis Recklinghausen gehören, stünde sie bei der Sieben-Tage-Inzidenz bundesweit mit 91,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen an erster Stelle. Ob sich die Schüler auch tatsächlich direkt in der Schule angesteckt haben ist noch nicht gänzlich geklärt. Aber die Schulen werden damit gefährliche Horte weiterer Übertragungen mit zu großen Klassen, fehlenden oder nicht einzuhaltenden Sicherheitsmaßnahmen wie Abstand, Lüftungsmöglichkeiten, Desinfizierungen, regelmäßige Massentestung von Schülern und Lehrern, usw.

 

Viel langfristiger gefährlich sind auch noch nicht zu Ende erforschte und bekannte COVID-19-Spätfolgen bei Kindern. Britische Forscher haben im April 2020 erstmals über ein Cluster von 8 Kindern berichtet, bei denen bei abnehmender Viruslast und bereits vorhandener Antikörperreaktion ein kardiovaskulärer Schock und Fieber im Rahmen einer allgemeinen Entzündungsreaktion auftraten. Dieses Krankheitsbild wurde inzwischen mehrfach beschrieben und als Multisystemic Inflammatory Syndrome in Children (MSI-C) benannt. Es geht bei dieser Auseinandersetzung also auch um weit mehr als ein unmittelbare jetzige Infektionsgeschehen von COVID-19-Erkrankungen. Nämlich um die Frage des Erhalts und des Schutzes auch der langfristigen Gesundheit, auch der jungen Generation von Menschen.