MAN

MAN

„Der Horrorkatalog muss weg!“

Nach der Ankündigung der geplanten Massenentlassungen waren viele Kollegen erst einmal sprachlos, hatten Schlafprobleme, einige mussten sich sogar krankmelden, so tief saß der Schock.

Aus Zeitung von Kollegen für Kollegen „Knippstange“

Für Beruhigung sorgen sollte das gemeinsame Eckpunkte-Papier das Vorstands von MAN ES, des Betriebsrats und der örtlichen IG-Metall-Führung. Es wurde Anfang August in Betrieb verteilt und in der Presse hoch gelobt. Angeblich sei durch die Verhandlungen mit einem „enormen Kraftakt“ („MAN People“ vom August 2020) im Juli bereits um die Arbeitsplätze „gekämpft und zumindest fast die Hälfte gerettet“ worden. Aber seit wann ist die Vernichtung von mindestens 318 Arbeitsplätzen eine Rettung von Arbeitsplätzen? Das kann doch nur behaupten, wer den Kampf um jeden Arbeits– und Ausbildungsplatz schon von vornherein aufgegeben hat! ...

„Zukunftsprogramm“? Horrorkatalog!

Worin bestehen die Eckpunkte dieses zynisch „Zukunftsprogramm“ genannten Horrorkatalog? Von weltweit 14.000 Arbeitsplätzen sollen 2600 Arbeitsplätze (18,6 Prozent) vernichtet werden, 1058 im Ausland, 151 in Berlin, 145 in Hamburg, 800 in Augsburg und 318 bzw. 446 in Oberhausen, falls die Gasturbine ein Jahr später geschlossen wird.

 

Damit nicht genug. In den Jahren 2021,2022,2023 sollen zusammen 450 Millionen Euro zusätzlich aus der Belegschaft gepresst werden; davon jährlich 40 Millionen, insgesamt 120 Millionen Euro, allein durch Kürzung von Löhnen und Gehältern sowie durch Streichung von Prämien, Weihnachts– und Urlaubsgeld. …

Was soll bei Verhandlungen ohne Kampf herauskommen?

Seit dem 8. September verhandelt der Betriebsrat von MAN ES Oberhausen mit der Geschäftsleitung über das Eckpunktepapier und wir Kollegen sollen "möglichst gut" informiert werden. Wir müssen aber 1. selbst für den Kampf um jeden Arbeits- udn Ausbildungsplatz aktiv werden. Wir fordern 2. volle Publizität über die Verhandlungen und ihre Ergebnisse, nicht nur "möglichst gute".

Wer kämpft bekommt Solidarität

Die Unterschriftensammlungen von Montagsdemonstration, MLPD und SPD in Oberhausen zur Solidarität mit den MAN-Beschäftigten sind eine gute Unterstützung. Wenn wir kämpfen, werden das schnell noch viel mehr werden! Erste Interessierte für einen Solidaritätskreis zur Unterstützung des Kampfes wurden bereits gefunden. ...

 

Offenlegung der Pläne für Packaging, Modellschreinerei und alle anderen Abteilungen!

Sofortige, verbindliche Schaffung von Ersatzarbeitsplätzen zum Beispiel im Aufbau der Wasserstofftechnologie!

Durchführung von gewerkschaftlichen und selbständigen Kampfaktionen für jeden Arbeits– und Ausbildungsplatz!

Für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich!

Vollständiges, gesetzliches und allseitige Streikrecht!