Daimler

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„Kollegen – jetzt gilt‘s!“

Die Kollegenzeitung „Stoßstange“ schreibt in einer Extraausgabe:

Aus Zeitung von Kollegen für Kollegen bei Daimler in Bremen – „Die Stoßstange“.

Der Vorstand will die gesamte Motorenfertigung in Billiglohnländer verlagern. 4000 Arbeitsplätze in Stuttgart – 2500 in Berlin – und dabei wird es nicht bleiben. Gibt es keine Motorenfertigung mehr, werden auch die übrigen der 15.000 in Stuttgart bald dran sein. Bei Airbus, VW, Continental, Audi … überall dasselbe. Die Monopole haben ihre Taktik geändert und greifen offen die Industriearbeiter an.

 

In Bremen will man uns ruhigstellen. „Bremen nicht betroffen“, „Bremen bleibt Europas größtes Montagewerk“, trichtert man uns ein. Damit seifen Sie uns ein.

 

Die Verlagerung in Billiglohnländer dient der Profitmaximierung. Natürlich steckt Daimler, wie die gesamte Weltwirtschaft, in der Krise, die sich durch Corona und Elektromobilität verschafft hat. Und wir sollen diese Krise für Daimler ausbaden! Damit die Dividende stimmt! Erst hackt man einen Finger ab, dann den zweiten, schließlich die ganze Hand. Und dann geht's ans Eingemachte. So sieht das aus.

 

Wer jetzt noch denkt – das betrifft uns nicht – das sind ja nur die „Gutverdiener“ im Süden, täuscht sich bitter. Als nächstes sind wir dann dran. Jetzt schon kürzt man uns Löhne, Feiertage und Pausen und dreht die Bänder schneller.

 

Dass mit Untertürkheim begonnen wird, liegt gerade daran, dass die Kollegen dort sehr gut organisiert und kampferfahren sind. Das ist im übrigen auch der Grund, dass dort höhere Löhne bezahlt werden: Alles wurde hart erkämpft! Wir können nur gemeinsam siegen oder verlieren. Konzernweit. Für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich um alle Arbeitsplätze zu erhalten und neue zu schaffen!