Mannheim

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Kraftvoller ver.di-Jugendstreiktag!

Bis zu 600 junge Kolleginnen und Kollegen des Öffentlichen Dienstes, hauptsächlich aus Mannheim, aber auch aus Karlsruhe, demonstrierten am Mittag des 13. Oktober bei dem von ver.di ausgerufenen Jugendstreiktag für ihre Tarifforderungen durch die Mannheimer Innenstadt.

Korrespondenz

Sehr viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Jugendstreiktag demonstrierten zum allerersten Mal. Ältere ver.di-Kollegen stellten das Rückgrat des Ordnerdienstes, um die besonderen Coronaregeln (Abstand, Masken) zu beachten. Nach einer Auftaktkundgebung vorm altehrwürdigen Mannheimer Schloss, auf der die Mannheimer Bundestagsabgeordnete Gökay Akbulut die Streikenden sehr kämpferisch unterstützte, ging es mit Ravermusik und in guter kämpferischer Stimmung zum Alten Meßplatz, dem Tor zur Mannheimer Neckarstadt.

 

Neu war die Teilnahme der Fachschaft Medizin der Uniklinik Mannheim "Health for Future" mit einem Klimatransparent, die damit eine Verbindung zum notwendigen Umweltkampf zogen. Hierbei handelt es sich wohl um ein Kind des im Sommer neu geschlossenen Bündnisses zwischen ver.di und Fridays for Future.

 

Nach weiteren kämpferischen Reden der JAV-Vorsitzenden der Stadt Mannheim und vor allem des Betriebsratsvorsitzenden des Klinikums auf der Schlusskundgebung, war die Rede des ver.di-Vorsitzenden Frank Werneke von "Zeiten, in denen die Bäume nicht in den Himmel wachsen" schon etwas dämpfend.

 

Am Ende wies der Betriebsrats-Vorsitzende des Klinikums darauf hin, dass am heutigen Freitag wieder ganztägiger Streiktag in Mannheim sein wird.

 

Derzeit werden aus verschiedenen Betrieben Demonstrationen nach betrieblichen Streikversammlungen vorbereitet, die alle wieder am Vormittag am Alten Meßplatz zusammenströmen sollen.


Schön wäre, wenn da auch Vertreter anderer Gewerkschaften mit ihren Fahnen zu sehen wären. Bisher waren es nur die von ver.di.

 

Aufzuschnappen war: Corona dient manchem (unerfahrenen?) Gewerkschaftssekretär an einzelnen Orten dazu, auf Mobilisierung überhaupt zu verzichten, oder auf eine puplikumswirksamere Demoroute. Deshalb fordert auch die MLPD gerade zum heutigen erneuten Streiktag: "Solidarität mit den Kämpfen im Öffentlichen Dienst! Weiterentwicklung zum selbständigen Generalstreik in allen Sparten gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf unseren Rücken!"