Panama

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Proteste für Zugang zu Bildung in der Corona-Pandemie

Anfang Oktober protestierten Lehrergewerkschaften und Eltern in Panama gegen die Bildungspolitik. Im Vergleich zu den „Risikogebieten“ in Deutschland mit 50 Corona-Neuinfektionen in sieben Tagen erreicht Panama im Landesdurchschnitt fast den dreifachen Wert.

Korrespondenz aus Hannover
Proteste für Zugang zu Bildung in der Corona-Pandemie
Panama-Stadt (Dronepicr (CC BY 3.0))

Bis heute sind deshalb die meisten Kindergärten, Schulen und Universitäten geschlossen. Unzählige Schüler sind vom Fernunterricht abgeschnitten, weil ihnen die notwendige technische Ausrüstung fehlt.

 

Außerhalb der Hauptstadtregion haben nur 30 Prozent der Haushalte einen Computer, in den Gebieten der indigenen Bevölkerung sogar nur 10 Prozent. Der Internetzugang ist oft auf das Handy beschränkt.

 

Die Schulen nutzen Radio oder WhatsApp für den Unterricht. Trotzdem bestand im August immer noch zu 25 Prozent der Schüler kein Kontakt. Die Lehrergewerkschaften protestieren auch gegen den Einstellungsstopp, der seit Beginn der Pandemie gilt.