Frauenverband Courage

Frauenverband Courage

Die VVN/BDA muss ihre Gemeinnützigkeit wieder bekommen!

Mitglieder des Berliner Gruppen des Frauenverbands Courage haben an der Kundgebung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten (VVN/BDA) zur Gemeinnützigkeit vor dem Berliner Abgeordnetenhaus teilgenommen. Hier ihr Bericht:

Am 22. Oktober haben wir mit sechs Courage-Frauen an der Kundgebung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten teilgenommen. Vor dem Berliner Abgeordnetenhaus versammelten sich ca. 300 Antifaschistinnen und Antifaschisten, Corona-gerecht mit Abständen und Masken. Die Masken des Frauenverbands Courage waren besonders schön und zeigten gleich, wer wir sind.

 

Kämpferisch gehaltene Reden klärten und rüttelten auf. So sprachen die Bundesvorsitzende der VVN, eine Juso-Vorsitzende, eine „Oma gegen Rechts“ , ein Linkspartei-Politiker aus Neukölln, der Opfer eines faschistischen Brandanschlags wurde und einige mehr.

 

Viele empörende Skandale und Fakten wurden angeprangert. Unter anderem: Die Aussage:„Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!“ wurde von einem Gericht untersagt, weil sie gegen die „Meinungsfreiheit“ gerichtet sei. Polizisten in Berlin decken die faschistischen Täter der Anschlagsserie, dabei zwei Morde, in Neukölln oder sind sogar selbst darin verstrickt.

 

Fast niemand kannte unseren Fall und die Angesprochenen nahmen größtenteils erstaunt eine Courage-Presseerklärung von August. Einige zeigten Interesse an der Broschüre über das Tribunal gegen den „Verfassungsschutz“ und am Courage-Monatsprogramm in Berlin. Drei unterschrieben die Erklärung“ Gib Antikommunismus keine Chance!“. Denn nichts anderes als Antikommunismus steckt hinter der Aberkennung der Gemeinnützigkeit von Courage und der VVN. Das regt auch jede ehrliche Demokratin und jeden Demokraten auf.

 

Beobachtung vom „Verfassungsschutz“, Vorwurf des „Linksextremismus“ usw.- kommt uns das nicht bekannt vor?? Genau - ähnlich wie im Fall des Angriffs auf Courage. Nach fast acht Jahren (!) konnte sich Courage die Gemeinnützigkeit wieder erkämpfen - in harter Arbeit, mit langem Atem, mit viel Solidarität! Das wünschen wir der VVN auch.

 

Von diesen Erfahrungen hätten wir gern berichtet, aber leider konnte Courage nicht sprechen. “Zu spät - zu viele Redner“, so die Begründung. Man hatte uns vorher aber auch nicht eingeladen. Jetzt haben wir Verbindung zu einem Organisator bekommen. Und nächstes mal gehen wir früher hin, so dass wir viel mehr Leute noch bei Tageslicht ansprechen können.

 

Der Bericht ist auf der Homepage des Frauenverbands Courage veröffentlicht - genauso, wie viele andere interessante Sachen. Ein Besuch lohnt also!