Internationale Automobilarbeiterkoordination

Internationale Automobilarbeiterkoordination

Delegiertenversammlung beschließt Solidaritätserklärung an Daimler-Belegschaften

Die bundesweite Delegiertenversammlung der Internationalen Automobilarbeiterkoordination (IAC) in Deutschland gratuliert den Daimler-Kolleginnen und -Kollegen zu ihrem kämpferischen Protest- und Streiktag am 8. Oktober in Stuttgart und den vielen selbständigen Pausenversammlungen in mehreren Werken. Ihr habt damit eure Kampfbereitschaft gegen die bisher weitestgehenden Angriffe des Daimler-Vorstands ausgedrückt.

Von Homepage der IAC
Delegiertenversammlung beschließt Solidaritätserklärung an Daimler-Belegschaften
(grafik: IAC)

Im Windschatten der Weltwirtschafts- und Finanzkrise und der Coronakrise haben Daimler, aber auch Opel, Ford, MAN, Conti und andere einen Taktikwechsel vollzogen. Um ihre hohen Gewinnmargen zu sichern, wollen sie zigtausende Arbeiter und Angestellte auf die Straße setzen. Für uns ist es dabei kein Unterschied, ob Stammbelegschaft oder Leiharbeiter betroffen sind. Es geht um Existenzen, Familien und die Zukunft der Jugend!

 

Über 15 Solidaritätsresolutionen aus verschiedenen Daimler-Werken, von Kollegen von Ford, von Opel Bochum, Rüsselsheim und Eisenach, Kumpel für AUF, Stahlarbeitern und nicht zuletzt aus Spanien, Südafrika und den Philippinen zeigen: Ihr steht nicht allein. Die Arbeiter können sich nur im gemeinsamen Kampf über Standort-, Branchen- und Ländergrenzen hinweg ihre Rechte erkämpfen. Ihr habt dazu ein Signal gesetzt. Ihr habt euch weder von der Hinhaltetaktik, auf Verhandlungen zu hoffen, abhalten lassen noch von antikommunistischen Spaltungsversuchen. In diesem Sinn haben wir auf unserer 2. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz im Februar in Südafrika mit 270 Teilnehmern aus 19 Ländern ein Internationales Kampfprogramm beschlossen mit Forderungen wie der 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich und auch einer Strategiedebatte über gesellschaftliche und sozialistische Alternativen – gegen jede antikommunistische, antirevolutionäre und anti-antikapitalistische Stimmungsmache.

 

Der Kampf bei Daimler und anderen Konzernen geht jetzt erst richtig los. Als internationale Automobilarbeiterkoordination unterstützen wir aktiv euren Kampf, wie den aller anderen Automobilarbeiter, machen ihn weltweit bekannt und tun alles dafür, dass die Arbeiterbewegung weltweit erstarkt und zur überlegenen Kraft wird.

 

Das kapitalistische Profitgesetz führt zwangsläufig zur Vernichtung von Arbeitsplätzen und zerstört dazu noch die Umwelt. Unser Kampf zielt dagegen auf eine lebenswerte Zukunft in Einheit mit der Natur.

 

Wir wenden uns entschieden gegen die Austrittsforderung aus der IG Metall durch das faschistische „Zentrum Automobil“.

 

Stärkt die IG Metall als Kampforganisation und die IAC-Bewegung!

 

Wir Teilnehmer der Delegiertenversammlung verpflichten uns, euer Signal fortzuführen und zu verbreitern.