Moskau

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Drastische Ausspähungsmaßnahmen unter dem Vorwand des Coronavirus

Die „neue Welle“ der Corona-Infizierungen hat Russland und besonders Moskau voll erfasst.

Korrespondenz aus Esslingen

Mit 1,3 Mio. Infizierten insgesamt in Russland und 11.807 Neuinfizierungen am 9. Oktober ist die Geschwindigkeit der Infizierung um das Zehnfache gegenüber April und Mai gestiegen.

 

In ganz Russland wurden die Herbstferien von einer auf zwei Wochen verlängert. Aber auf keinen Fall wollen die Herrschenden wieder zu einem Lockdown greifen. Wegen der internationalen Konkurrenz der Wirtschaft, aber auch, weil sie Unruhen befürchten, wenn Millionen Menschen ein zweites Mal in diesem Jahr keinerlei Einkommen haben.

 

Der Bürgermeister von Moskau greift zu drastischen Ausspähungsmaßnahmen bzw. Unterdrückung der Proteste im Vorhinein. Während die Losung „keine Betriebsschließung“ gilt, wird den Unternehmen „empfohlen“, Autonummern, Telefonnummern und Versicherungskartennummern ihrer Beschäftigten der Stadt mitzuteilen, damit überprüft werden kann, wer sich wohin begeben darf. Bei Unterlassung droht Strafe.