Zehn Tage, die die Welt erschütterten

Zehn Tage, die die Welt erschütterten

Heute vor 100 Jahren starb der revolutionäre Schriftsteller John Reed

Der Deutschlandfunk widmet ihm aus diesem Anlass ein Kalenderblatt.

Rote Fahne

"Vier lange Wochen mit dem Schiff über den Atlantik. Dann, endlich, im August 1917, sitzen John Reed und seine Frau Louise Bryant voll fiebriger Erwartung in der Eisenbahn Richtung Petrograd, es geht über Schweden und Finnland. Sie notierte: 'Niemand glaubte, dass unser Zug Petrograd wirklich erreichen würde. Ich war entschlossen, zu Fuß zu gehen, sollte er anhalten'. John Reed ist damals schon berühmt, durch Reportagen ab 1914 vom Krieg in Europa, und vorher über die Revolution in Mexiko, die amerikanische Gewerkschafts-Bewegung oder streikende Arbeiter in den Seidenmühlen New Jerseys.

 

John Reed kehrt später in die USA zurück. In den nächsten anderthalb Jahren steht er mehrfach vor Gericht, zuletzt wegen Hochverrats. Mit falschen Papieren flieht er nach Russland. Doch dort steckt er sich mit Flecktyphus an und stirbt mit nur 33 Jahren am 19. Oktober 1920, manche Quellen nennen auch den 17. Er wird an der Kremlmauer beigesetzt.

 

Sein Buch über seine Erlebnisse während der Oktoberrevolution hatte John Reed nach seiner Rückkehr in die USA geschrieben. "Zehn Tage, die die Welt erschütterten" wurde berühmt und mehrfach verfilmt, u.a. von Sergej Eisenstein. Die New York Times setzte es 1999 auf Platz sieben der einhundert bedeutendsten journalistischen Werke.

 

Link zum Kalenderblatt des Deutschlandfunks

Das Buch bei People-to-People bestellen