Corona-Pandemie

Corona-Pandemie

Bürgerliche Medizin – tastend im Nebel des Krisenchaos

Eine klägliche Rolle spielt bei der gegenwärtigen Eskalation des Krisenchaos die bürgerliche Medizin. Sie hat zwar immer wieder beeindruckende Einzelerkenntnisse und Entwicklungen hervorgebracht, aber es noch nie geschafft, sich zu einem geschlossenen wissenschaftlichen System auf dem Boden des dialektischen Materialismus zu entwickeln.

Von Dr. med. Günther Bittel
Bürgerliche Medizin – tastend im Nebel des Krisenchaos
Foto: Tumisu / Pixabay

Mit Begriffen wie „Fahren auf Sicht“ oder „Wissenschaft als Wissen auf Zeit“ (Professor Hendrik Streeck) wird dann „medizinphilosophisch“ gerechtfertigt, dass es nur bedingte Teilerkenntnisse geben könne und eine ständige Annäherung der Erkenntnis an die materielle Wirklichkeit ausgeschlossen sei. Der bekannte Virologe Professor Christian Drosten verbreitet die Mär von der angeblich unpolitischen und ideologiefreien Wissenschaft. Die von AfD und vermeintlichen „Querdenkern“ beschworene „Virologen-Diktatur“ wird hier nicht erkennbar, eher die Weigerung, klar auf Seiten der Massen Partei zu ergreifen!

Wirkliche Versäumnisse der Regierungen

Aktuell gibt es um die Regierungsbeschlüsse zum „Wellenbrecher-Shutdown“ ein Hauen und Stechen: Einige Fachgesellschaften und Virologen begrüßen die Regierungs-Beschlüsse. Die Virologen Streeck und Schmidt-Chanassit nehmen gemeinsam mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung die Beschlüsse auseinander und kritisieren ihren spekulativen Charakter und dass sie keinerlei langfristige erfolgversprechende Perspektive haben. Selbst haben sie aber auch nicht mehr zu bieten als Plattitüden: man solle sich mehr um „Risikogruppen“ kümmern und eher Gebote als Verbote erlassen. Die wirklichen Versäumnisse der Regierung und das positivistische Daten-Chaos von WHO bis RKI kritisieren sie dagegen nicht! Auch hat Streecl zumindest in der Vergangenheit das lebensgefährliche Konzept der "Durchseuchung" in die Waagschale geworfen.

Mediziner-Plattform erreicht Umdenken des RKI in einer wichtigen Frage

Die Mediziner-Plattform im Internationalistischen Bündnis konnte dagegen gegenüber dem Robert-Koch-Institut erreichen, dass die bisherige an Wahrsagerei grenzende Einstufung aller nicht an Corona Verstorbenen als „Genesene“ verlassen wird - zugunsten der Erfassung als nicht mehr akut infiziert. Zu der geforderten systematischen Erfassung der Langzeitfolgen und chronischen Verläufe sowie der Immunitätsentwicklung und Dunkelziffer werden jetzt wenigstens Studien gemacht. Das zeigt die Defensive der bürgerlichen Ideologie.

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Aushebelung demokratischer Rechte und Freiheiten bekämpfen

Südkorea mit 51 Millionen Einwohnern hat momentan nur ca. 100 tägliche Neuinfektionen! Erfolgsgeheimnis: Konsequente Massentestung kostenlos und auch ohne Symptome an „Drive through“-Stationen, Kontaktverfolgung und Übernahme aller Quarantäne-Ausfallkosten durch den Staat und konsequentes Maskentragen durch fast die gesamte Bevölkerung. Der Pferdefuss: Das neuimperialistische Südkorea nützt diese Situation zu einer massiven digitalen Überwachung der Bevölkerung in einer Situation zahlreicher Arbeiterkämpfe.

Es gibt nicht "die Wissenschaft"

Bis hinein in die Fridays-for-Future-Bewegung und linke Organisationen wird in Bezug auf Corona-Pandemie und Umweltkrise gebetsmühlenartig gefordert, der „Wissenschaft zu folgen“. Es gibt aber nicht „die Wissenschaft“! Das zeigt nicht nur das Echo auf die jetzigen Regierungsbeschlüsse. Es gibt Virologen, die forschen an neuen biologischen Waffen und erklären treuherzig, dies sei alles im Dienste des medizinischen Fortschritts und zur Bekämpfung drohender Krankheiten.

 

Die idealistischen und stark esoterisch getriebenen Corona-Leugner verbreiten auch mit akademischen Titeln Teilwahrheiten über die Bedeutung des Immunsystems, vermischt mit viel Hokuspokus und Geschäftemacherei. Die fatale Wirkung der chronischen Umweltvergiftung und der kapitalistischen Ausbeutung auf das menschliche Immunsystem interessiert sie herzlich wenig. Fatale Parallelen tun sich auf zur „wissenschaftlichen“ Leugnung der HIV-Infektion, als Rechtfertigung für die Tatenlosigkeit der damaligen südafrikanischen Regierung unter Thabo Mbeki. Und das wurde damals „wissenschaftlich begründet“ durch den Virologen Professor Peter Duisberg, der ihm von der US-Regierung als „Berater“ vermittelt wurde!

Kampf gegen bürgerliche Ideologie unabdingbar für den Erhalt der menschlichen Lebensgrundlagen!

Weltweit konkurrieren 170 Covid-19-Impfstoffprojekte, teils unter grober Vernachlässigung von Sicherheitsstufen. Im Sozialismus würden die Forscher international zusammenarbeiten und den sozialistischen Wettbewerb um einen sicheren und erfolgreichen Impfstoff gestützt auf die Massen und unter Führung der Arbeiterklassen entfalten!

 

Die wissenschaftliche Polemik gegen die bürgerliche Ideologie und gegen die idealistischen bürgerlichen Erkenntnistheorien ist heute untrennbarer Bestandteil nicht nur im Kampf gegen die Corona-Pandemie, sondern für den Erhalt der Existenzgrundlagen der Menschheit. Diese kann nur die internationale sozialistische Revolution sichern. Das verlangt heute schon die massenhafte Verbreitung des dialektischen Materialismus als Grundbestandteil des wissenschaftlichen Sozialismus – entgegen jeglicher Diskreditierung durch den gesellschaftlich organisierten Antikommunismus.

 

Auch für den Kampf gegen die Corona-Pandemie gilt: Gib Antikommunismus keine Chance!