„Gib Antikommunismus keine Chance!“

„Gib Antikommunismus keine Chance!“

„Dafür spende ich gerne“ - Spendenkampagne im Wohngebiet

Ende August hatte der Jugendverband REBELL zusammen mit der MLPD und der Migrantenorganisation BIR-KAR zu einer Demonstration im Stadtteil gegen Rassismus und Antikommunismus aufgerufen.

Von hr
„Dafür spende ich gerne“ - Spendenkampagne im Wohngebiet
Einen Beitrag zur eigenen Befreiung leisten - mit einer Spende gegen den Antikommunismus (rf-foto)

Das stieß bei vielen Bewohnern auf Zustimmung und Interesse. Eine ganze Anzahl beteiligte sich aktiv. Das Interesse an MLPD und REBELL wuchs. Aber: Wir hatten das nicht genutzt, um Spenden zu sammeln. Vordergründig hatten wir das „vergessen“, aber im Kopf spukte ein Denken: „Migranten haben sowieso wenig Geld“ herum. Wir diskutierten das in der Gruppe: „Jeder kann und muss einen Beitrag für seine Befreiung leisten“. Wir beschlossen, zukünftig jeden auf eine Spende anzusprechen.

 

Das haben wir auch gemacht. „Wir sammeln Spenden gegen Rassismus und Antikommunismus.“ Mit Rassismus hatten alle ihre Erfahrungen, aber was ist Antikommunismus? „Die Herrschenden versuchen uns zu spalten – in Migranten und Deutsche. Sie hetzen gegen den Kampf für eine bessere Zukunft. Insbesondere die MLPD wird angegriffen.“

 

Auf den Staatsapparat waren sie alle nicht gut zu sprechen. Er drangsaliert sie mit der Verweigerung von Aufenthaltsgenehmigungen und behandelt sie als Menschen zweiter und dritter Klasse. Gemeinsam und international zusammenhalten, das fanden sie gut. Dass der Staatsapparat die MLPD angreift, darüber waren sie empört. „Dafür spende ich gerne – ich habe jetzt nicht so viel Geld dabei. Wenn ihr das nächste Mal kommt, gebe ich mehr“. Fünfzehn Spender gaben 15,85 Euro. Zwei unterschrieben die Liste „Gib Antikommunismus keine Chance!“.

 

Jeden ansprechen war genau die richtige Methode. Jetzt haben wir immer die Spendendose dabei. Es sind viele kleine Spenden, so schaffen wir eine engere Verbindung zur MLPD. Wir haben auch gemerkt: Unsere Argumente gegen den Antikommunismus müssen noch besser werden.