23. bis 25. Oktober 1923

23. bis 25. Oktober 1923

Jahrestag des Hamburger Aufstands

Der Hamburger Aufstand 1923 fand in der Zeit großer Massenarbeitslosigkeit und Kurzarbeit (über 8 Millionen) und einer Inflation in schwindelerregender Höhe statt.

Von jg

Die, die noch Arbeit hatten, konnten sich von den Löhnen nichts mehr kaufen! Das Elend und die Armut der Massen stiegen enorm an. Aber auch der Kampfeswille wuchs: Streiks und Massendemonstrationen entwickelten sich im ganzen Land. Die revolutionäre Gärung unter den Massen wurde immer stärker und schon Wochen vor dem Hamburger Aufstand gab es in Hamburg eine breite Streikbewegung der Hafen- und Transportarbeiter, an den Werften usw.

 

Der Hamburger Aufstand sollte das Signal für den Generalaufstand im ganzen Reichsgebiet sein. Er begann gut organisiert mit der Einnahme von 17 Polizeiwachen. Verkehrsmittel und Fabriken wurden stillgelegt. In den Stadtteilen wurden Barrikaden erreichtet.

 

Doch der landesweite Aufstand blieb aus, weil die damalige Führung der KPD davor zurückschreckte, und so musste der Aufstand in Hamburg nach zwei Tagen des heroischen Kampfs gegen eine zahlenmäßig überlegene und schwer bewaffnete Polizeigewalt abgebrochen werden. Dazu schrieb der spätere Vorsitzende der KPD, Ernst Thälmann: "Alle Bedingungen für den Sieg der Arbeiterklasse waren da, außer einer einzigen: Dem Bestehen einer klaren, eisern zusammengeschlossenen, unauflöslich mit den breitesten Massen verbundenen kommunistischen Partei, die entschlossen und fähig war, den spontanen Kampf der Arbeitermassen zusammenzufassen, ihn zu organisieren, ihn zu leiten." In den Geschichtsbüchern der Herrschenden wird seitdem der Aufstand als ein zu vernachlässigender Putschversuch einer handvoll Kommunisten diffamiert. Doch Tatsache war: „Zu den Hamburger Tagen haben die Arbeiter die Bourgeoisie am Rande des Abgrund gesehen“ (E. Thälmann in der Zeitung der KPD Rote Fahne vom 25. Oktober 1925). Der Massenaufstand hat die Herrschenden zutiefst verunsichert.

 

Bis in die heutige Zeit enthält die Beurteilung und Auswertung des Hamburger Aufstands wertvolle Lehren für die revolutionäre Arbeiterbewegung. Sehr empfehlenswert ist hierzu das Buch von Willi Dickhut „Proletarischer Widerstand gegen Faschismus und Krieg“. (u.a. dort Seite 552 ff)

 

Hier gibt es das Buch zu kaufen!