Corona-Pandemie in Marokko

Corona-Pandemie in Marokko

Arbeiterfamilien am meisten betroffen

Inzwischen haben sich in Marokko 220.000 Menschen mit Covid-19 infiziert, 3700 sind daran gestorben.

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Am meisten betroffen sind die Arbeiterfamilien in den beiden größten Städten Casablanca und Tanger. Zehn Städte sind faktisch von der Außenwelt abgesperrt. Das Gesundheitssystem ist nicht in der Lage, alle Infizierten aufzunehmen und gleichzeitig andere Patienten zu behandeln. Seit Beginn der Covid-19-Krise haben 25 Millionen von insgesamt 34 Millionen Marokkanern aufgrund der Verarmung Unterstützung beantragt.

 

Sehr viele Arbeiter wurden entlassen, das Trinkwasser wird knapp. Bauern verlieren ihre Existenz, weil kapitalistische Exportprojekte für den Export ihnen das Wasser abgraben. Tägliche Streiks und Proteste durchziehen die verschiedenen gesellschaftlichen Bereiche. Mit die größten Kämpfe finden zurzeit im Bildungsbereich statt, besonders von Lehrern mit befristeten Verträgen. Polizei und Militär gehen gewaltsam gegen die Streiks vor.

 

Die wichtigste Lehre, die wir heute aus dieser Krise ziehen, ist, dass es keine Alternative gibt zum Sozialismus und zum kommunistischen kollektiven Solidaritätsleben.