194 Anbieter mit 288 Tarifen

194 Anbieter mit 288 Tarifen

Ladeinfrastruktur für E-Autos: Mehr Chaos geht nicht

Ach wie war das doch vordem - das Tanken einfach und bequem. Tankstelle aufsuchen, Preis checken, tanken und zahlen – egal ob mit Bargeld oder Karte. Und bei E-Autos? Wäre doch gelacht, wenn das nicht zu ändern wäre!

Korrespondenz

Zunächst mal gibt es viel zu wenige Ladestationen. Und hat man eine gefunden, kann sehr gut schon ein anderer sie besetzt haben. Und so ein Ladevorgang dauert. Der Preis – wird vielfach nicht angezeigt bis zum Ende des Ladevorgangs. Nun gut. Muss man sich eben vorher informieren über Anbieter und Tarife. Geht ja auch ganz einfach bei 194 Anbietern mit 288 Tarifen! (1)

 

Anbieter sind z.B. Stromkonzerne, Hersteller oder Kommunen. Bleibt das Zahlen. Bargeld oder E-Karte? Viel zu einfach! Man braucht eine Ladekarte. Einige Betreiber schicken eine Rechnung, andere setzen auf Pre-Paid. Manche Anbieter koppeln eine monatliche Grundgebühr mit einer Pauschale pro Ladevorgang, andere berechnen den Ladepreis nach Zeittakt. Zahlen nach kwh? Scheint technisch nicht zu gehen.

 

Und so machen denn die Anbieter ordentliche Gewinne. Drittanbieter (bei EnBW z.B. New Motion) verlangen ohne Weiteres 8,69 € (beim Betreiber 7,75€) pro 100 km – das ist mehr als der Benzinpreis. (2)

 

Kundenunfreundlicher geht es nicht. Hauptsache, der Maximalprofit stimmt und der Konkurrenzgedanke siegt. Und da heißt es immer, der Kapitalismus sei kundenfreundlich und effektiv. Eins ist sicher: geladen ist das E-Auto an der Ladesäule womöglich trotz mehrfacher Versuche nicht. Mit Sicherheit aber der Fahrer!