Leserkritik

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Mali: Kein "Sieg des Volkes", sondern neue Konterrevolution

Ein Genosse der ICOR-Organisation aus Togo übermittelte uns eine grundsätzliche Kritik an dem Artikel "Mali: 'Wir feiern den Sieg des Volkes'" vom 28. August. Wir bedanken uns dafür und veröffentlichen sie im Folgenden. Mit der Überschrift wurde nahegelegt, als sei der Militärputsch ein Sieg des Volkes gewesen. Im Text wurde das dann auf den Rücktritt des Präsidenten bezogen, aber insgesamt legte der Artikel nahe, dass der Militärputsch zumindest fortschrittliche Elemente habe. Die "Rote Fahne Redaktion" hat durch Änderungen im Artikel wesentlich dazu beigetragen, dass dieser Eindruck entstanden ist.

Von RF-Redaktion

Der Genosse schreibt:

 

"Ich habe den Artikel über Mali gelesen und habe einige Vorbehalte gegenüber dem Titel und dem gesamten Inhalt des Artikels. Zum Titel: Es kann keineswegs gesagt werden, dass der Militärputsch malischer Offiziere unter der Kontrolle der NATO und der französischen Streitkräfte ein 'Sieg' oder gar ein 'demokratischer Durchbruch' in Mali war. Es ist eine neue Konterrevolution im Herzen Afrikas.


Es besteht kein Zweifel daran, dass die Intervention der malischen Armee in den revolutionären Prozess darauf abzielte, die Entwicklung des Volkskampfes zu verlangsamen, die demokratischen und revolutionären Kräfte endgültig daran zu hindern, die Führung bei der Beendigung der Bewegung zu übernehmen, indem die militärische Besetzung Malis beendet wird, und eine Macht im Dienste der unterdrückten Völker Malis aufzubauen.


Das ist die perfide Rolle dieser Offiziere bei der Kollaboration mit der liberalen Bourgeoisie in Mali; alle Marionetten des internationalen Imperialismus spielen sie, um die fortschrittliche Meinung in Europa und anderswo in der Welt zu täuschen.


Wir müssen daher eine revolutionäre Wachsamkeit gegenüber diesem Prozess entwickeln, der sich gegenwärtig in den Händen der Feinde der Völker Malis und Afrikas befindet."

 

Hier der kritisierte Artikel "Mali: 'Wir feiern den Sieg des Volkes'".