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Montagsdemo setzt Zeichen

Bei bestem Wetter fand die kurzfristig angemeldete Braunschweiger Montagsdemo statt. Es war allen Teilnehmern wichtig, ein Zeichen gegen die untauglichen Coronamaßnahmen der Bundesregierung zu setzen.

Korrespondenz
Montagsdemo setzt Zeichen
Paul Deutsch von der MLPD Braunschweig spricht auf der Montagsdemo (rf-foto)

Viele der 18 Teilnehmer meldeten sich zu Wort. Viele Passanten blieben stehen, so dass die Montagsdemo etwa 15 weitere ständige Zuhörer hatte. Es war allen wichtig, das Versammlungsrecht zu nutzen. Im letzten Lockdown wurde es erfolgreich wieder erkämpft und dieses Mal gar nicht erst gestrichen. Mit Abstand und Maske bewiesen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass auch während einer Pandemie demonstriert werden kann.

 

Die Montagsdemo sprach sich für die Einführung von Schnelltests aus, die auch in Deutschland millionenfach zur Verfügung stehen, aber ungenügend  zum Einsatz kamen. Stattdessen werden Gaststätten zugemacht, das ganze kulturelle Leben der Massen beschränkt. Gleichzeitig bleibt die Industrie offen. So berichteten zwei gewerkschaftliche Vertrauensleute von VW Braunschweig, dass viele betriebliche Coronaschutzmaßnahmen aufgehoben wurden. So wurde erst letzte Woche das innerbetriebliche Verleihen von Personal verboten, damit die Kollegen sich weniger vermischen. Als dann dennoch ein Kollege verliehen wurde, konnten sie durchsetzen, dass er in seine eigene Abteilung zurückkommt.

 

Peter Kunick von der MLPD stellte klar, dass diese Regierung einzig den Auftrag hat, die Profitinteressen der Monopole zu verteidigen. Krise ist eben gerade deshalb, weil zu viel Kapital angehäuft wurde. Die notwendige Kapitalvernichtung wird jetzt mit Arbeitsplatzvernichtung auf die Massen abgewälzt.

 

Eine Sprecherin der Umweltgewerkschaft stellte den krassen Gegensatz raus, dass Volkswagen in der ersten Coronawelle 320 Mio. € Kurzarbeitergeld monatlich bekommen hat, aber für Filteranlagen für Schulen kein Geld da sei. Sie warb für den gemeinsamen Kampf für den Erhalt unserer Umwelt am Umweltkampftag, dem 14. November, auf dem Braunschweiger Kohlmarkt. Dass dieses Jahr 2,08°C wärmer als im Schnitt war, ist ein wichtiges Alarmzeichen.