Antifaschismus

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„Wir verurteilen den Terroranschlag von Wien“

Die Migrantenorganisation ATIK schreibt zum faschistischen, islamistisch verbrämten Terroranschlag von Wien:

Von Konföderation der Arbeiterinnen und Arbeiter aus der Türkei in Europa (ATIK)
„Wir verurteilen den Terroranschlag von Wien“
(grafik: ATIK)

Montag Abend, den 2. November, wurde in Wien ein Terroranschlag ausgeübt - von islamistischen Terrorzellen. Dabei wurden vier Menschen ermordet, mehrere Menschen wurden bei diesem grausamen Anschlag verletzt und einige schweben noch in Lebensgefahr. Ersten Informationen zufolge, wurde diese entsetzliche Tat von einem Sympathisanten des „Islamischen Staats“ verübt.Unser Mitgefühl gilt den Opfern, deren Familien und Angehörigen, allen Zivilistinnen, Zivilisten und den Verletzten dieses abscheulichen Terroranschlag!

 

Beim Täter handelt sich um einen 20-jährigen Jugendlichen mit Migratioshintergrund. Er wurde im Jahre 2019 zu 22 Monaten Haft verurteilt, weil er versucht hatte, nach Syrien auszureisen, um sich dort dem IS anzuschließen. Er wollte dort gegen die Kurdinnen, Kurden und andere Minderheiten in Rojava kämpfen und den Freiheitskampf der Kurdinnen und Kurden zerschlagen.

 

Religiöser Fundamentalismus, wie wir ihn heute erleben, ist ein Produkt des Imperialismus und dient dem Kapital als Herrschafts- und Machtinstrument. In den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens sind gerade die reaktionärsten religiösen Gruppen und Staaten die engsten Verbündeten des Imperialismus im Kampf gegen demokratische und revolutionäre Bewegungen. Bereits in Zeiten der Kolonialverwaltung im Nahen und Mittleren Osten bedienten sich die Imperialisten des islamischen Fundamentalismus, um die wachsende Bewegung für nationale Selbstbestimmung und Unabhängigkeit zu spalten.

 

So konnten sich antiimperialistische Bewegungen wie in Ägypten oder Syrien / Rojawa nur im Widerstreit gegen den Islamismus durchsetzen. In den 1980ern unterstützte die CIA in Afghanisten islamistische Gruppen, aus denen u. a. die Taliban hervorgingen, im Kampf gegen die Besatzung der Sozialimperialistischen Sowjetunion.

 

Es ist kein Zufall, dass in Österreich nacheinander solche Ereignisse passieren. Gerade vor kurzer Zeit wurden in Österreich Spionageakte des türkischen Geheimdienstes aufgedeckt. Und vor ca. zwei Monaten wurde ein Mordversuch gegen die frühere Abgeordnete Beriwan Aslan getätigt. ...

 

Hier gibt es die komplette Stellungnahme von ATIK