Lesetipp: "Was bleibt"

Lesetipp: "Was bleibt"

Die Fackel der Opelaner weitergeben und weitertragen!

Angesichts der Ankündigungen massiven Arbeitsplatzabbaus bei Daimler, VW und anderen gehen Belegschaften mit Recht dagegen auf die Barrikaden. Aber wie macht man das, wem kann man vertrauen, auf was muss man sich einstellen?

Elvira Dürr
Die Fackel der Opelaner weitergeben und weitertragen!
Buchcover (Ausschnitt)

Ich hab mir deshalb das Buch der Opelaner „Gärtner-Leymann/Reichelt, Was bleibt … 10 erkämpfte Jahre Opel Bochum 2004 bis 2014 – eine Dokumentation“ noch mal angeschaut! Das ist fantastisch! Ich konnte es gar nicht wieder weglegen.

 

Zehn Jahre haben die Bochumer Opelaner die Schließung ihres Werkes hinausgezögert. Das war ein langer, harter Kampf.

 

Das ist eben nicht nur eine super Dokumentation, mit vielen bewegenden Bildern. Sondern dadurch, dass die Kolleginnen und Kollegen ihre Erfahrungen genau schildern, die Zweifel, wer macht mit, auf wen kann man zählen; die Angriffe – vom gezielten Mobbing der Geschäftsleitung, von Meistern; die vielen Prozesse ... Sondern dadurch, dass man ein sehr genaues Bild bekommt, wie Zusammenhalt und Organisiertheit sich entwickelten zieht es auch wichtige Lehren für die Kämpfe heute.

 

Auch bei Opel wurde nicht nur von der Geschäftsleitung gewarnt, auf keinen Fall mit „den Roten“ zusammenzuarbeiten. Kolleginnen und Kollegen haben sich am Ende des zehnjährigen Kampfes gerade ausdrücklich bei „den Roten“ bedankt, weil sie es waren, die die ganze Zeit unverbrüchlich an ihrer Seite standen. Wenn man mit der antikommunistischen Hetze und Spaltung fertig wird, dann wird der Kampf tiefgehender. Denn dazu muss man auch viele Fragen klären, ideologisch, politisch, persönlich …

 

Nehmt das Buch nicht nur selber in die Hand, verbreitet es in den nötigen Kämpfen. Das ist die wesentliche Schlussfolgerung aus dem Kampf der Opelaner – die Fackel weitertragen!

 

Gärtner-Leymann/Reichelt, Was bleibt … 10 erkämpfte Jahre Opel Bochum 2004 bis 2014 – eine Dokumentation 17,50 Euro“