Saarbrücken

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Gökmen C. positioniert sich schlüssig und entschieden für den kurdischen Freiheitskampf

Das Kurdische Gesellschaftszentrum Saarbrücken, das sich gegen die Kriminalisierung der kurdischen Bewegung und gegen das Verbot der PKK einsetzt, hat eine aktuelle Presseerklärung veröffentlicht.

Presseerklärung

Vor drei Wochen titelten zahlreiche Presseorgane, dass „ein mutmaßlicher hochrangiger Funktionär der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK*" vor Gericht aussagen wolle. Was tatsächlich mit der „Aussage" gemeint war, stellte sich am Montag, dem 9. November 2020, heraus.

 

Gökmen C., so der Name des kurdischen Aktivisten, hat gleich zu Beginn deutlich gemacht, dass er die „Vorwürfe" der Staatsanwaltschaft nicht leugnet, sondern zu seinen Aktivitäten steht. Zum Beispiel sieht er die Mitorganisierung der Newroz-Demonstration in Frankfurt und des Kurdischen Kulturfestivals in Düsseldorf selbstverständlich als legitime politische und kulturelle Aktivitäten. Die Anklageschrift des Generalbundesanwaltes bewertet sie als Teil „terroristischer Praxis".

 

Gökmen C. erläuterte für alle Anwesenden verständlich in deutscher Sprache seinen Werdegang, beginnend mit der Verfolgung der Familie aufgrund ihrer alevitisch-kurdischen Herkunft; eine Geschichte von Überwachung, Verfolgung und Repression bis hin zu Verschleppung, Verhaftung und Nötigung zur Kollaboration. Nach einem abgeschlossenen Studium in der Türkei kam er nach Deutschland zur Fortsetzung seiner Studien. Auch hier engagierte er sich politisch, zunächst in der HDP (demokratische Partei der Völker), in der er die Möglichkeit sah, über Verhandlungen zu einer friedlichen politischen Lösung des Konfliktes in der Türkei zu kommen.

 

Zum notwendigen Widerstand gehört für ihn auch der Kampf gegen den Islamischen Staat, in dem die kurdische Bewegung den Hauptanteil am Sieg erstritten hat. Abschließend kann man sagen, dass die Ankündigung von „Aussagen" im Sinne der Presseveröffentlichungen in ihr Gegenteil verkehrt wurden, und Gökmen C. schlüssig und entschieden seine Position auf der Seite der kurdischen Bewegung behauptete.