Lesbos

Lesbos

Im Gefängnis von Kara Tepe geboren: Die kleine Hope

"Heute ist ein besonderer Tag, denn der kindliche Schrei, den wir hörten, ließ unsere Herzen höher schlagen! Das erste Baby wurde in der neuen temporären Empfangsstruktur in Mavrovouni (Kara Tepe) auf Lesbos geboren ...

Jordanis Georgiou
Im Gefängnis von Kara Tepe geboren: Die kleine Hope
Bis Hope so groß ist wie dieses Mädchen, das auch in Kara Tepe lebt, dauert es noch ein Weilchen ... (Foto: Solidarität International)

... Wo Menschen auf der Suche nach einem sicheren Leben sind, wo Menschen auf der Suche nach Hoffnung sind, half unser Team, ein Baby sicher auf die Welt zu bringen. Und wir alle werden uns um seine Zukunft kümmern. Weil die Zukunft den Kindern gehört. Allen Kindern. Auf der ganzen Welt!"

 

Das berichtete das Ärzteteam, das der Mutter bei der schwierigen Geburt im Flüchtlingslager Kara Tepe und der kleinen Hope geholfen hat, das Licht der Welt zu erblicken. Hope heißt Hoffnung, und sie ist ein wunderbares Symbol für das Leben, für die Solidarität, für die Sehnsucht nach einem besseren Leben.

 

Zufällig war die bekannte Gynäkologin und Geburtshelferin Erminia Dalakli vor Ort. Sie hilft zwei Mal in der Woche in Kara Tepe. Der Arzt Nasos Galis hatte gesehen, dass die Geburt von Hope unmittelbar bevorstand, und war sehr froh, dass Erminia Dalakli da war. Mit ihrer langjährigen Erfahrung - sie arbeitet seit 1982 als Gynäkologin - und großer Umsicht half sie und brachte die Mutter und das Neugeborene in das Krankenhaus von Mytilene. Vor fünf Jahren begann sie, bei den "Doctors of the World" zu arbeiten und seit zwei Jahren arbeitet sie ausschließlich als "Ärztin der Welt". Wie sie uns erzählt, war es ihre Wahl und sie war stolz darauf: "Ich beende meine Karriere neben Menschen, die es wirklich brauchen". Das kleine Mädchen ist gesund und wiegt 3.100 Gramm.

 

Ein weiteres schönes Ereignis war, dass wir gekochtes Essen und Gerichte an arme und gefährdete Menschen der griechischen Bevölkerung in der Gemeinde Kalloni verteilen konnten. Dieses Programm wird während des neuen Lockdowns sogar noch wichtiger. Seit März konnten wir diese Unterstützung umsetzen dank der großzügigen Hilfe von Solidarität International in Deutschland.

 

Liebe Leserinnen und Leser, Sie können sich, ihr könnt euch auf einen richtigen Fortsetzungsroman freuen. Denn der aktuelle Bericht von Lesbos, wo der Solidaritätspakt zwischen Solidarität International und der Selbstorganisation von geflüchteten Menschen und der griechischen Bevölkerung voller Leben ist, geht noch weiter. Morgen mehr auf Rote Fahne News.