Saarbrücken

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Marx und Engels waren heute am Umweltkampftag mit dabei

Lebendig und bunt waren die Redebeiträge am offenen Mikrofon beim Umweltkampftag in Saarbrücken, zu dem sich (an einem ungünstigen Platz) etwa 40 Leute ganz oder zeitweise zusammenfanden, etwa 10 Leute ergriffen das Wort.

Korrespondenz

Von der Coronakrise über die Klimakrise, die geplante Verfüllung der Schächte durch die RAG, die zerstörerischen Machenschaften internationaler Konzerne, unter ihnen die ZF, die Abwälzung der Entsorgungskosten für den Atommüll auf die Massen bis zu einem neuen Erdgaskraftwerk in Saarbrücken (von den Grünen unterstützt), das eine umweltpolitische Mogelpackung darstellt, kamen in den Beiträgen von Couragefrauen, der Umweltgewerkschaft, der MLPD und anderen vielfältige Themen auf den Tisch.

 

Der Aufbau einer internationalen Widerstandsfront gegen die Umweltkatastrophe wurde unter Beifall mehrfach gefordert, wozu man (und frau) sich organisieren müssen. Jeden, der einen Ausweg aus der kapitalistischen Umweltzerstörung sucht, trifft der Bannstrahl des Antikommunismus. Deshalb ist es für Umweltkämpfer so wichtig, dem Antikommunismus keine Chance zu geben. Deutlich wird das an dem erzreaktionären Scharfmacher Innenminister Bouillon von der CDU: vor Jahren unterdrückte er als Bürgermeister von St. Wendel trotz erstrittenen Gerichtsurteilen die Infostände der MLPD; als die Abschiebungen nach Afghanistan begannen, sagte er, er würde noch viel mehr abschieben, aber leider gebe im Saarland so wenige Afghanen, und vor ein paar Wochen drückte er das schärfste Polizeigesetz durch. Jetzt fordert er schon wieder eine Verschärfung des Demonstrationsrechts, weil sich bei einer „Coronademo" in St. Wendel die 250 Teilnehmer nicht an die Vorschriften gehalten hatten. Er und seine Polizei hatten allerdings keinerlei Maßnahmen ergriffen und die Coronaleugner gewähren lassen, was sein durchsichtiges Motiv zeigt, die Opposition gegen die Regierung zu unterdrücken.

 

Wie kann man was erreichen, fragte ein Redner, und gab seine Antwort: der Kampf gegen die Umweltzerstörung, gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf die Massen und gegen die wachsende Kriegsgefahr können zusammengeführt werden und sich gegenseitig stärken. Dazu müssen wir uns mit vielen neuen Entwicklungen auseinandersetzen, die wir heute sehen und die man verstehen muss um den Kampf höher zu entwickeln. In seinem abschließenden Redebeitrag forderte Rolf Tickert von der MLPD dazu auf, sich angesichts des 200. Geburtstags von Friedrich Engels in 2 Wochen mit den Erkenntnissen von Marx und Engels über die Einheit von Mensch und Natur, die kapitalistische Umweltzerstörung und den Ausweg den sie wiesen zu beschäftigen – eine sozialistische Gesellschaftsordnung, die die Einheit von Mensch und Natur durchsetzen kann. „Vergesst' den Bericht an Rote Fahne News nicht!" rief ein Teilnehmer am Schluss - was hiermit geschehen ist.