Globaler Umweltkampftag

Globaler Umweltkampftag

Weltwirtschafts- und Finanzkrise, Gesundheitskrise sowie Umweltkrise fordern heraus: Rettet die Umwelt vor der Profitwirtschaft!

In der Verbindung der tiefen Weltwirtschafts- und Finanzkrise, die durch die Corona-Krise verstärkt wird und der globalen Umweltkrise entwickelt sich weltweit ein Wettlauf um den Erhalt der Lebensgrundlagen der Menschheit. Die größten Opfer fordert die Covid-19-Pandemie unter anderem dort, wo die Umweltvergiftung am stärksten ist Menschen in elenden Wohnquartieren und Arbeitsbedingungen zusammengepfercht werden und die kapitalistische Ausbeutung mit geringstem oder ohne jeglichen Gesundheitsschutz betrieben wird.

Von Aufruf der ICOR
Weltwirtschafts- und Finanzkrise, Gesundheitskrise sowie Umweltkrise fordern heraus: Rettet die Umwelt vor der Profitwirtschaft!
Bild vom Umweltkampftag 2018 in Gelsenkirchen (rf-foto)

Entgegen aller Zweckpropaganda der Imperialisten von einer „Atempause für die Umwelt durch die Corona-Pandemie“ zeigt sich in aller Schärfe der beschleunigte Übergang in eine globale Umweltkatastrophe. Weltweit brennen große Waldgebiete, schmelzen die polaren

 

Eismassen, tauen die Permafrostböden auf und werden die Regenwälder in gesteigertem Tempo für den Maximalprofit von Konzernen ge(brand)rodet. 2021 droht der Kipppunkt für den Amazonas-Regenwald als eine der „grünen Lungen der Erde“ und damit langfristig seine unwiderrufliche Umwandlung in eine Steppe. Mit über 411 ppm erreichte der CO2-Gehalt der Atmosphäre ebenso wie die Temperatur von Land und Wasser einen neuen Spitzenwert. Die globale Durchschnittstemperatur stieg bereits um 1,22 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit, während die Herrschenden noch um die unverbindliche Absicht der Begrenzung auf ein „1,5 Grad-Ziel“ im Pariser Klimavertrag debattieren. Das nimmt jedoch bereits verheerende Folgen in Kauf und setzt selbstlaufende zerstörerische Prozesse in Gang, die eigentlich verhindert werden müssen. Gewaltige Stürme, Überflutungen, Trockenheit und Dürre zerstören Millionen von Existenzen und treiben die Überlebenden in die Flucht. In vielen Ländern vergiftet exzessiver Bergbau Wasser, Boden und Luft.

 

Internationale Monopole, imperialistische Regierungen und imperialistische Bündnisse wie die EU drängen auf eine pseudo-ökologische, profitorientierten und imperialistischen Politik und Meinungsmanipulation, wie die „Europäische Batterieallianz“, die das Lithiumfieber mit all seinen Konsequenzen für die Völker fördert. Sie fantasieren zur Irreführung der Massen von einem „Green Deal“ mit Milliarden-Subventionen für das internationale Finanzkapital oder treten offen reaktionär wie Trump oder Bolsonaro dem Umweltschutz ins Gesicht. Weder dies noch grün-verpackte unverbindliche Versprechen werden die Umwelt retten. Mit der Grundlinie „Umweltschutz nur, wenn die Profite stimmen“ wird die Menschheit zugrunde gehen!

 

Massenkämpfe bis hin zu aufstandsähnlichen Entwicklungen in manchen Ländern und die Kapitalismuskritik - gerade unter der Jugend - nehmen zu. Die Massen brauchen höhere Klarheit und Organisiertheit! In den Kämpfen gegen Massenentlassungen, Umweltzerstörung, gegen Hungerkrisen und Rechtsentwicklung der Regierungen erwächst ebenso wie in den Protesten der Fridays-for-Future-Bewegung die Suche nach einer gesellschaftlichen Alternative!

 

Mit einer massiven Verbreitung des Antikommunismus soll diese Debatte, Suche und Organisiertheit dafür unterdrückt werden. Die Imperialisten wissen, dass ihre zerstörerische Herrschaft gestürzt wird, wenn sich die Massen weltweit mit der Perspektive des Sozialismus vor Augen zusammenschließen und unter Führung des internationalen Proletariats den Kampf um ihre Zukunft aufnehmen!

 

Mit Berufung auf die Corona-Pandemie haben die Imperialisten die 26. Weltklimakonferenz der UN in Glasgow erst einmal um ein Jahr verschoben, auf den Zeitraum 1. bis 12. November 2021. Die revolutionäre- und Arbeiterbewegung und die kämpferische weltweite Umweltbewegung haben keinen Grund, ihre Aktivitäten zu verschieben. Die Zeit drängt! Die ICOR wird wie geplant ihren jährlichen Umweltkampftag am 14. November durchführen, dem Zeitpunkt des traditionellen jährlichen Global Action Day der kämpferischen Umweltbewegung. Wir rufen die Jugend, die Arbeiter, Umweltschützer und Aktivisten der Volksbewegungen und der sozialen Bewegungen auf: Lasst uns gemeinsam an diesem Tag ein kämpferisches Zeichen setzen:

  • im Kampf für Arbeitsplätze und umfassenden Umweltschutz auf Kosten der Profite,
  • für die Durchsetzung der erneuerbaren Energien,
  • gegen die Vergiftung von Mensch und Natur, gegen Ausplünderung und Vermüllung des Planeten,
  • gegen die Zerstörung der Wälder und der Meeresökologie,
  • im Kampf für unsere demokratischen Rechte und Freiheiten, für die Rechte und den Schutz der Millionen Flüchtlinge weltweit.
  • Gegen jede Spaltung im Kampf um Arbeitsplätze und um Schutz der natürlichen Umwelt: baut gemeinsam eine internationale aktive Widerstandsfront zur Rettung der Umwelt auf! Arbeiter- und Volksbewegung und Umweltbewegung gemeinsam Hand in Hand!
  • Massendiskussion über die Rettung der Einheit von Mensch und Natur, über den echten Sozialismus als gesellschaftliche Alternative!
  • Offensiver Kampf gegen die zerstörerische Umweltpolitik der imperialistischen Länder - erst die demokratische Revolution und letztendlich der Sozialismus und Kommunismus ermöglichen die Lösung der lebenswichtigen Umweltfrage.

 

Beteiligt Euch am ICOR Umweltkampftag am 14. November – weltweit!

Stärkt die ICOR und ihre Mitgliedsorganisationen!

 


Hier gibt es den Aufruf mit allen Unterzeichnern als pdf-Datei!