ZF Eitorf

ZF Eitorf

Autozulieferer als Corona-Hotspot?

91 von 700 Beschäftigten des Stoßdämpferwerkes von ZF in Eitorf, Rhein-Sieg-Kreis waren am vergangenen Montag positiv auf Corona getestet.

Von har

Das Werk wurde zunächst geschlossen. Am Dienstag sollten aber mit einer Sondergenehmigung des Gesundheitsamtes negativ getestete und symptomfreie Beschäftigte weiter arbeiten. Die Gemeinde erklärte gegenüber der Zeitung Express ausdrücklich, dass es keine behördliche Schließung sei. Sie mussten sich aber verpflichten, sofort nach Arbeitsschluss nach Hause in Quarantäne zu gehen.

 

Erst am Donnerstag wurden alle noch einmal getestet. Nachdem das Ergebnis im „erfreulichen einstelligen Bereich“ sei, wie ein ZF-Konzernsprecher erklärte, wird aller Voraussicht nach heute die normale Produktion wieder angefahren. „Das Allerwichtigste ist, dass die Wirtschaft nicht zu Schaden kommt“, so Bundeskanzlerin Angela Merkel. Gesundheitsschutz soll nur im privaten Bereich zuhause gelten.

 

Der ZF-Konzern gehört zu den 500 größten internationalen Monopole. Er hat im Mai den amerikanischen Bremsenhersteller Wabco für 6,2 Milliarden Euro aufgekauft und gleichzeitig die Vernichtung von 15.000 Arbeitsplätzen angekündigt. Für diese allein herrschenden internationalen Monopole soll unsere Gesundheit und letztlich das Leben riskiert werden. „Nur mit angemessenem Gesundheitsschutz und dessen Umsetzung darf gearbeitet werden“ heißt es in der Erklärung des Zentralkomitees der MLPD vom 1. November.