Politik

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Diskussionen im Wohngebieten, unter Bekannten usw. zu Verschwörungstheorien

Aus einem Stadtteil in NRW berichteten Genossinnen und Genossen über Diskussionen und Auseinandersetzungen mit einer Familie, die sich als „Reichsbürger“ verstehen. Aufgefallen waren sie durch einen Aufkleber an ihrem Auto „Chemtrails stoppen“¹ und mit Verweisen auf die sogenannte „verfassungsgebende Versammlung“.²

Von jj

Sie leben weitgehend isoliert, treten nicht offen auf und scheuen die Diskussion mit Nachbarn. Eine ernsthafte Diskussion ist kaum möglich. Bei wenigen Gesprächen wird auch gar nicht argumentiert: „Lest doch mal da nach“ oder „das steht alles im Internet“, heißt es dann. Eine Genossin erfuhr bei der Kleinarbeit mit dem Flyer zur Lenin-Statue wilde, antikommunistisch verblendete Reaktionen seitens besagter Familie; teils verbunden mit rassistischer Stimmungsmache. Nachbarn sagen: „Die sind gestört“. Die diffuse Wirkung der Verbreitung von Verschwörungstheorien in den sozialen Medien auf die Massen ist jedoch nicht zu unterschätzen.

 

Etliche Bekannte teilten, ob aus Unkenntnis, Naivität oder tatsächlicher Übereinstimmung mit den Inhalten, Videos in Whats-App, die die Gefahren der Corona-Pandemie leugnen oder verharmlosen. Dabei wird demagogisch an den berechtigten Kritiken der Massen an der Regierung und dem kapitalistischen System angesetzt. Ein Nachbar bezeichnete die neuen Corona-Verordnungen der Regierung als "die Neue Weltordnung", die uns betrüge. Umso wichtiger ist es, die weltanschauliche Auseinandersetzung mit Nachbarn oder neuen Mitgliedern zu führen.

 

Eine Wohngebietsaufbaugruppe berichtete, dass neue Mitglieder in ihrer Gruppe zeitweise den faschistoiden US-Präsident Donald Trump verteidigten, da dieser konsequent gegen den Multimilliardär Bill Gates vorginge. Auf einer Gruppensitzung wurde das kritisiert und sie diskutierten die Rolle der bürgerlichen Medien und das Wesen des staatsmonopolistischen Kapitalismus. Dieser manipuliert mit einem Gemisch aus Lügen, Halbwahrheiten und Wahrheiten die öffentliche Meinung. Entscheidend, um mit den verschiedensten, verwirrenden „Theorien“ fertig zu werden, ist es, den proletarischen Klassenstandpunkt einzunehmen und von dieser Warte aus die Kritik am Krisenmanagement der Regierung zu führen und dieses zu bekämpfen. Die systematische, beharrliche Kleinarbeit, in der die Leute an den wissenschaftlichen Sozialismus herangeführt werden,  half und hilft den Massen, sich in diesem Gewirr selbstständig zu orientieren.