Schüler wehren sich

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In Essen „streiken“ Berufsschüler auf unbestimmte Zeit

Die Berufsschüler des Hugo-Kükelhaus-Berufskollegs aus Essen haben ab dem vergangenen Montag zum „Corona-Streik“ aufgerufen. Die Schüler fordern wegen Corona besondere Unterrichtsformen.

Von gos
In Essen „streiken“ Berufsschüler auf unbestimmte Zeit
(grafik: HFCM Communicatie (CC BY-SA 4.0))

"Wir haben Angst Oma und Opa zu infizieren. Angst uns selber anzustecken." So schreiben sie in den sozialen Medien. Sie finden, dass es in den Klassenräumen zu eng und die Belüftung nicht ausreichend ist. Ihre zentrale Forderung ist Hybridunterricht. Das bedeutet, dass die Schüler in Gruppen geteilt werden.

 

Die eine Gruppe geht zur Schule und hat dort mehr Platz in den Klassenräumen. Die andere Gruppe lernt zu Hause. So fordern es die Berufsschüler für alle weiterführenden Schulen und Berufskollegs in Essen.

 

Um ihre Forderungen durchzusetzen, sind die Schüler aus dem Südviertel ab Montag in den „Streik“ getreten. Das tun sie auf unbestimmte Zeit, schreiben sie. Und sie rufen auch alle anderen Berufskollegs und weiterführenden Schulen dazu auf, sich dem Streik anzuschließen.

 

Begleitet wird die Aktion auch von Eltern: Sie kritisieren die Ruhrbahn, weil die Busse so voll sind, dass Abstand halten unmöglich ist.

 

Einen ersten Erfolg haben die Schülerinnen, Schüler und ihre Unterstützerinnen und Unterstützer bereits erreicht: Die Ruhrbahn reagierte auf die Kritik und setzt ab sofort auf bestimmten Linien zusätzliche Fahrzeuge ein.