Griechenland

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Seeleute wollen streiken

Auf der Sitzung des Board of Directors am 13. November hat die Panhellenic Union of Merchant Marine Engineers (PEMEN) für Donnerstag, den 26. November, einen landesweiten 24-Stunden-Streik in allen Schiffskategorien beschlossen. Die Seefahrergewerkschaften STEFENSON und PEEMAGEN haben ebenfalls beschlossen, am 26. November in den Streik zu treten.

Von Jordanis Georgiou

Dazu schreibt PEMEN: „Der Verwaltungsrat von PEMEN hat in seiner heutigen Sitzung auf der Grundlage der außergerichtlichen Einigung vom 16. September für Donnerstag, den 26. November, entschieden, einen 24-Stunden-Pan-Hellenic-Strike in allen Schiffskategorien durchzuführen. Er wird von 00.01 bis 24 Uhr gehen.

 

Unter den Masken haben wir eine Stimme und kämpfen für den Schutz der Gesundheit, für unsere modernen Bedürfnisse, für unsere Rechte. Die Vergehen der ND-Regierung (ND ist die ultrareaktionäre 'Nea Dimokratia', Anm. d. Red.) sind enorm. Sie versucht, in der zweiten Welle der Covid-19-Pandemie erneut, durch das Betonen der 'individuellen Verantwortung' das Fehlen wirksamer Maßnahmen zu vertuschen. ... Die Regierung in der ersten Phase der Pandemie eine Reihe von Maßnahmen gegen die Arbeiter mit Gesetzgebungsakten und Ministerentscheidungen beschlossen. Jetzt bereitet sie im Lockdown neue Gesetze gegen das Volk vor, um die Krisenlasten den Arbeiterfamilien aufzubürden. Sie kündigte die Verlängerung des Arbeitstags von acht auf zehn Stunden an, neue repressive Maßnahmen und Hindernisse für Gewerkschaftsaktionen. Seeleute werden derzeit von Reedern dazu angehalten, in allen Kategorien von Schiffen Galeerenbedingungen ohne soziale Sicherheit und Gewerkschaftsrechte zu akzeptieren. Die Nichtrückführung von tausenden von Seeleuten in der Seefahrt geht weiter. Wir fordern alle Seeleute auf, sich militant zu beteiligen."

 

Aus dem aktuellen Bericht von Jordanis Georgiou haben wir in Rote Fahne News am Samstag einen ersten Auszug veröffentlicht