Duisburg

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Arztpraxen für Impfungen einplanen!

Dr. Günther Bittel, Allgemeinarzt und Mitinitiator der Medizinerplattform im Internationalistische Bündnis, reagiert mit einem Leserbrief auf einen WAZ-Artikel, der über die geplante Impfstrategie der Stadt Duisburg berichtet.

Dr. med. Günther Bittel

Duisburg plant 4300 Impfungen täglich - im Theater am Marientor, durch mobile Teams für Altenheime und in den Krankenhäusern.

 

Und wo bleiben die Arztpraxen? Dort herrscht eine große Bereitschaft, die Impfung gegen Covid-19 auch mit Extraschichten durchzuführen. Wir Niedergelassene kennen unsere Patienten und umgekehrt, für unsere teils schwer chronisch kranken, gehbehinderten und oft auch betagten Patienten sind wir gut zu erreichen. Sprechstunden-Management ohne Schlangenbildung und Wartezeiten haben wir jetzt über Monate gelernt und trainiert.

 

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Sollen sich die Risikopatienten stattdessen in eine Schlange am Marientor in die Winterkälte stellen, daneben die Warteschlange des Abstrichzentrums? Das sind doch weltfremde Planungen am grünen Tisch und für diese Patientengruppe ist das unzumutbar. "Online-Ticket"? Klasse Idee für Generation Handy. Aber nicht für ältere Risikopatienten. Hier wird doch die Kraft im Gesundheitswesen aus dem Verkehr gezogen, die die meiste Power und Erfahrung beim Impfen hat.

 

Komme mir keiner mit der Lagerung bei minus 70 Grad. Selbst der Biontec-Impfustoff ist im Kühlschrank bei 2-8 Grad noch fünf Tage stabil, der Moderna- und der AstraZeneca-Impfstoff sogar 30 Tage. Wo ist denn eigentlich das Problem?

 

Dr. med. Günther Bittel, Arzt für Allgemeinmedizin und Anästhesiologie
MVZ Duisburg-West/Schmerzzentrum Duisburg