Vor der nächsten Kanzlerrunde

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Corona-Krisenchaos geht weiter – blamabel!

Die Corona-Konferenz der Ministerpräsidenten der Länder und der Bundesregierung am kommenden Mittwoch, 25. November, soll festlegen, wie die Corona-Pandemie weiter eingedämmt werden soll. In der durchgesickerten Vorlage steht, dass die Maßnahmen bis 20. Dezember beibehalten bzw. verschärft werden, über Weihnachten gelockert und dann wieder verschärft werden. Silvesterfeier und Feuerwerk verboten!

Von Dr. med. Günther Bittel

Die bisherigen Argumentationslinien, die öffentlich aufgebaut werden, sollen propagandistisch auf das vorbereiten, was dann beschlossen wird:

 

1. „Der Wellenbrecher-Shutdown war erfolgreich, weil das exponentielle Wachstum gebrochen werden konnte.“ Nein, ein Erfolg wäre gewesen, wenn die Zahlen deutlich sinken, das tun sie eben nicht!

 

2. „Die Zahlen stabilisieren sich auf zu hohem Niveau, deswegen müssen die Beschränkungen beibehalten und verschärft werden.“ Es gibt nach wie vor Regionen in Deutschland mit Infektionswerten, die durch die Decke gehen, in anderen Regionen gehen sie etwas zurück. Denn: Die allermeisten Menschen halten sich an die AHA-Regeln und verhalten sich verantwortungsbewusst. Ehrlich wäre deshalb das Eingeständnis der Regierung: Wir sind mit unseren Maßnahmen noch nicht auf dem richtigen Weg. Lasst uns sofort unvoreingenommen klären, wo die Mängel liegen. Aber auch hier: Fehlanzeige!

 

3. Auch wenn es dafür nicht die geringsten Belege gibt, wird aus dem Kreis der Ministerpräsidenten und Kultusminister notorisch behauptet, die Schulen würden „nur von außen“ infiziert. Dutzende internationale Studien und die Realität mit über 300.000 Schülern in Quarantäne werden einfach ignoriert: Weil nicht sein kann, was nicht sein darf! Es ist wichtig, die Schulen offen zu halten. Dann aber bitte mit halbierten Klassen in täglichem Hybridunterricht, z. B. zwei Präsenzblöcke á vier Stunden, also Wechsel am selben Tag, die andere Hälfte digital zugeschaltet in kleinen Lerngruppen. „Nicht machbar“ tönt es aus der erlauchten Runde! Wie armselig! Warum nicht dafür massenhaft Rentner, Lehramtsstudenten usw. gewinnen? Diesen „Aufwand“ wollen die Damen und Herren der Regierungen wohl unbedingt vermeiden, deswegen werden sogar die entsprechenden Vorschläge des RKI für die Schulen ignoriert, die ab einer Indzidenz von 50 gelten.

 

4. Die Betriebe und Massenverkehrsmittel werden nach wie vor aus der Analyse ausgeblendet, die Schuld auf private Begegnungen abgewälzt. Vorgeschlagen sind deshalb weitere Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich: Es dürfen sich nur noch maximal Fünf Personen aus maximal zwei Haushalten treffen, ausgenommen Kinder unter 14 Jahren.

 

5. Versammlungs- und Demonstrationsverbote konnten bisher verhindert werden. Die verantwortungslosen Demonstrationen der Corona-Leugner werden jetzt für die Verbotskeule missbraucht. Dagegen müssen wir ebenfalls dringend protestieren, auch gegen entsprechende Paragrafen des neuen Infektionsschutzgesetzes, das am 18. November durchgepeitscht wurde.

 

6. Nach wie vor werden die PCR-Tests gedrosselt und die Schnelltests als Massenuntersuchung verweigert. Was diese windigen Argumente wert sind, zeigt z. B. das italienische Bundesland Südtirol, dort wird jetzt innerhalb von drei Arbeitstagen die gesamte Bevölkerung mit Schnelltests untersucht.

 

Fazit: Der Kampf gegen das Krisenprogramm der Regierung ist berechtigt und notwendig, das Corona-Sofortprogramm der MLPD gibt dafür eine fundierte und klare Ausrichtung!