Abschiebung Amidou Keita

Abschiebung Amidou Keita

„Ich habe kein Geld mehr, ich habe gar nichts, um mich zu ernähren“

Unser Freund Amidou wurde am 10. November auf Anweisung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) durch die Stadt Gelsenkirchen nach Italien abgeschoben.

SI Emscher-Lippe / Freundeskreis Flüchtlingssolidarität in SI
„Ich habe kein Geld  mehr, ich habe gar nichts, um mich zu ernähren“
Amidou (Bildmitte) mit seinen Unterstützern kurz vor der Abschiebung (rf-foto)

Beiden, der Stadt Gelsenkirchen und dem BAMF, war bekannt, dass er in Italien keine Unterkunft, keine finanzielle Unterstützung, geschweige denn irgendeine Möglichkeit zum Gesundheitsschutz angesichts der explodierenden Auswirkungen der Corona-Pandemie zu erwarten hatte.

 

Jetzt schrieb uns Amidou: „Meine Situation ist hier in Italien sehr elend. Ich habe kein Geld mehr, ich habe gar nichts, um mich zu ernähren. Und alles ist geschlossen. Ich bin zur Polizei und zur Behörde gegangen, aber sie machen gerade keine Termine wegen Corona.

 

Alle Büros sind geschlossen und ich bin allein. Die Kälte hier in Italien macht mich krank. Ein junger Mann aus Mali hat mir ein Zimmer zur Verfügung gestellt, aber nur für ein paar Stunden um zu schlafen. Dann bin ich wieder auf der Straße. Vergessen Sie nicht, die ganze Familie der internationalen Gruppe zu grüßen.“

 

Diese Situation von Amidou und all den anderen nach Italien abgeschobenen Flüchtlingen haben solche Behörden wie BAMF und Stadt Gelsenkirchen zu verantworten. Sie sind verpflichtet, „Abschiebungshindernisse“ wie diese Zustände im italienischen Asylsystem zu beachten, haben das aber in voller Kenntnis der Zustände unterlassen. Sie müssen verpflichtet werden, Amidou sofort zurück zu holen!