Leserbrief

Leserbrief

Diskussionsbeitrag zu Artikel zu Claude Monet

Insgesamt geht der Artikel von wr zu Claude Monet dialektisch an Kunstbetrachtung und die Betrachtung der Malerei von Claude Monet heran. Das gilt besonders für die Frage der Bewegung in der Malerei des Impressionismus.

Korrespondenz aus Stuttgart

Trotzdem zeigt er noch einige Mängel, besonders in der Frage, dass kulturelle Veränderungen immer Veränderungen der jeweiligen ökonomischen Grundlagen der menschlichen Gesellschaft widerspiegeln. Im Fall der Darstellung der Malerei Claude Monets zeigt sich das v. a. darin, dass wr zu wenig auf Inhalte seiner Landschaftsmalerei und seiner Darstellung technischer Errungenschaften wie Bahnhöfe bzw. die unverhohlene Anklage in Bildern zum französischen Nationalfeiertag mit Kriegsversehrten des Kriegs von 1870/71 und die Darstellung einer tristen Vorstadtstraße mit Fahnenschmuck eingeht.

 

Anstelle "konstruierter" Landschaften malen Claude Monet und andere Impressionisten wenig spektakuläre, "banale" Landschaften, bei denen die Wiedergabe des momentanen Lichts eine entscheidende Rolle spielt. Auch bei Claude Monet tritt häufig an die Stelle von Portraits bekannter, häufig reicher Personen Portraits von Menschen aus dem Volk. Das ist ein Erbe aus dem bürgerlichen Realismus, der noch neben dem Impressionismus wirkte. Übrigens: Gelb und blau sind keine Komplementärfarben. Komplementärfarben liegen sich im Farbkreis gegenüber und steigern einander in ihrer Wirkung auf den Betrachter. Die Komplementärfarbe von gelb ist violett, von blau dagegen orange.