Friedrich Engels‘ 200. Geburtstag in Wuppertal

Friedrich Engels‘ 200. Geburtstag in Wuppertal

300 Menschen würdigen den Revolutionär Engels trotz Polizeigewalt

Den 200. Geburtstag von Friedrich Engels, des Mitbegründers des wissenschaftlichen Sozialismus und Mitverfasser des Kommunistischen Manifests, feierten gestern ca. 300 Menschen aller Altersgruppen, unabhängige Einzelpersonen sowie aus verschiedenen Organisationen, mit der von uns ausgerichteten Engels-Demo in seinem Geburtsort, heute Wuppertal-Barmen. ...

Von Team der Engels-Gedenkdemonstration Wuppertal
300 Menschen würdigen den Revolutionär Engels trotz Polizeigewalt
Rüder und völlig grundloser Schlagstockeinsatz der Polizei vor dem Bahnhof in Wuppertal-Barmen (foto: Bündnis Gedenkdemo Friedrich Engels)

Seit 2015 organisieren wir Veranstaltungen zur Würdigung von Friedrich Engels, ohne dass es dabei jemals erwähnenswerte Vorfälle gegeben hätte. Dies war zum 200. Geburtstag von Engels nun anders: Bereits zu Beginn der Demonstration zeigte sich die Polizei außerordentlich willkürlich und aggressiv. Sie provozierte die Kundgebungsteilnehmer, hielt die zu große Demonstration auf zu kleiner Fläche vor dem Bahnhof in Barmen gegen die Bitte der Versammlungsleitung zusammen und verzögerte den Aufbruch. Verwarnungen wegen eines Verstoßes gegen das Vermummungsverbot wurden selbst Kindern (wir sprechen nicht von Jugendlichen) angedroht, die bei ca. 5 Grad Kapuzen trugen.

 

Die Polizeivertreter drohten fortgesetzt mit der Auflösung der Demonstration.

 

Währenddessen ereignete sich ein Übergriff auf unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer, bei dem die Polizei mit brutaler Gewalt in die Demonstration eindrang und unmittelbar Schlagstöcke einsetzte. Die Demonstrantinnen und Demonstranten zeigten sich jedoch hochdiszipliniert und wiesen den Angriff der Polizei ab. Im Verlauf der Demonstration durch die Innenstadt und der Zwischenkundgebung vor dem Rathaus in Barmen hielt sich die Polizei erkennbar zurück, verstärkte dann aber anlasslos ihre Präsenz zur Abschlusskundgebung im Engels-Garten und stellte sich an mehreren Punkten in Reihen um den Engels-Garten herum auf. ...

 

Dennoch scheiterte die Polizei mir ihren Provokationen und Kriminalisierungsversuchen. Es ist nicht gelungen, die Würdigung von Friedrich Engels als Revolutionär und Kommunist zu verhindern.

 

Wir protestieren gegen das Vorgehen der Polizei und fordern von der Stadt Wuppertal sowie der Polizei eine Erklärung für dieses Vorgehen.

 

Anmerkung der Rote Fahne Redaktion:

Die Wuppertaler Polizei behauptet mittlerweile in ihrer offiziellen Presseerklärung zu diesem Vorfall, sie sei aus der Auftaktkundgebung heraus, bei der Feststellung von Personalien mit "Holzlatten" angegriffen worden. Das entspricht nicht der Wahrheit, weshalb Rote Fahne News hier nochmals die beiden Videos von der Szene veröffentlicht. Hier wird deutlich: Die Aggression geht eindeutig von der Polizei aus! Und Holzlatten hatte niemand auf dem gesamten Bahnhofsvorplatz dabei!

 

Hier das Video vom Vorgehen der Polizei!

 

Hier ein zweites Video von derselben Attacke!