Faschistische Attacke

Faschistische Attacke

Amokfahrt in Trier

Die Stadt Trier wird von einer Tragödie beschattet: Ein vermutlich psychisch gestörter Mann überfährt mit einem Sportgeländewagen in der Trierer Innenstadt mehrere Menschen: Fünf von ihnen sterben, darunter ein Baby, viele erlitten schwere Verletzungen.

Korrespondenz aus Bochum

Die Polizei konnte den 51-jährigen deutschen Täter unmittelbar nach der Tat festnehmen. Der Tatverdächtige war mit 1,4 Promille betrunken, konnte aber vernommen werden. Hinweise auf einen politischen Hintergrund gibt es angeblich nicht. Ich bedauere zutiefst den Tod von unschuldigen Menschen und wünsche den Verletzten baldige Genesung. Da es ähnliche Taten an verschiedenen Orten in zeitlich kurzen Abständen gab, ist es sehr zweifelhaft, ob es sich immer um einen psychischen Einzeltäter handelt.

 

Im Februar hatte im nordhessischen Volkmarsen ein 29 Jahre alter Deutscher sein Auto absichtlich in die Menge gesteuert. Dutzende Menschen wurden verletzt. 2019 hatte ein 50-Jähriger in Bottrop in der Neujahrsnacht gezielt Menschen angefahren. Er wurde in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen. In Münster war 2018 ein Mann mit seinem Campingbus in eine Gruppe gerast: Es gab fünf Tote. Der Täter erschoss sich, die Ermittler gehen von einer psychischen Erkrankung aus. Selbst wenn die Täter nicht schuldfähig wären, warum bekommen psychisch Erkranke mit hohem Gefährdungspotential eine Fahrerlaubnis? Ich erinnere an die politisch motivierte faschistische Amoktat auf dem Berliner Weihnachtsmarkt, wo der Täter bereits vor Amokfahrt in einem gekaperten LKW den Polizeibehörden bekannt war.