Chaos in der Schulpolitik

Chaos in der Schulpolitik

Jugendliche fordern Luftfilter in allen Schulklassen

Gegen den Präsensunterricht in vollen Klassen protestierten am 27. November der Jugendverband REBELL, Vertreter der MLPD und vom Frauenverband Courage sowie einige (ältere) Einzelpersonen auf einer Kundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz in Bochum.

Korrespondenz aus Bochum
Jugendliche fordern Luftfilter in allen Schulklassen
Bild von der Aktion (foto: privat)

"Mehr als 300.000 Schülerinnen und Schüler und rd. 3000 Lehrkräfte sind infiziert und mussten in Quarantäne. Volle Klassen und Schulbusse sind daher nicht hinzunehmen. Wir fordern einen Schichtunterricht mit kleinen Klassen, versetzte Zeiten des Unterrichtsbeginn, mehr Schulbusse bzw. Erhöhung der Taktzeiten im ÖPNV und Luftfilteranlagen in allen Klassenräumen! Es müssen endlich mehr Lehrer eingestellt werden und auch Lehramtsstudierende können eingesetzt werden. Außerdem volle Lohnfortzahlung und Freistellung von berufstätigen Eltern, die zu Hause bleiben müssen, wenn ihr Kind in Quarantäne ist!", leitete die Moderatorin vom Jugendverband REBELL die Diskussion ein.

 

Eine Frau vom Frauenverband Courage äußerte sich: "Die Schulen sollen, geht es nach der Regierung, unter allen Umständen offen bleiben, damit die Eltern zur Arbeit gehen können, der Gesundheitsschutz der Kinder ist zweitrangig.“ Ein Redner berichtete von einem guten Beispiel an Bottroper Schulen: "Dort wurden alle Klassenzimmer mit Luftfiltergeräten ausgerüstet, die 99 Prozent der Viren aus Aerosolen herausfiltern können. Wenn bundesweit alle Schulen mit diesen Luftfilteranlagen ausgerüstet würden, käme das auf rd. 1 Milliarde Euro - ein Minimum gegenüber den Milliardenhilfen für die Konzerne wie z. B. die Lufthansa.

 

Eine Studentin von der Hochschulgruppe Bochum der MLPD meldete sich und berichtete über die desolate Situation der Studierenden: "Der Schulbetrieb an den Universitäten findet grundsätzlich nur noch digital mit wenigen Ausnahmen statt, Die notwendige Kommunikation zwischen den Lehrkräften und den Studenten ist sehr dürftig. Die Soforthilfe für die Studierenden ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Es gibt zwischen 100 Euro und 500 Euro pro Monat, davon kann niemand leben!