Krisenhaftigkeit des imperialistischen Systems

Krisenhaftigkeit des imperialistischen Systems

Medienkrise

Zu den vielen Krisen des imperialistischen Weltsystems, die von den Herrschenden gar nicht mehr abgestritten, sondern nur noch recht und schlecht zu managen versucht werden, müssen sie jetzt auch noch eine „Medienkrise“ hinzurechnen. Das berichtete vor kurzem „Spiegel Wirtschaft“.

Von wr

„Die Corona-Krise und der Boom großer Onlineplattformen lassen die Einnahmen vieler Medienhäuser einbrechen. ... Nach Einschätzung der EU-Kommission könnte die ‚strategische Autonomie des audiovisuellen und Mediensektors der EU‘ gefährdet sein" und damit laut der EU-Kommissionsvize Vera Jourova „… nicht nur ein Wirtschaftssektor, sondern ein Grundpfeiler unserer Demokratie.“ Womit sie die bürgerliche Demokratie meint, die in Wahrheit eine durch Betrug und Manipulation versteckte Diktatur des allein herrschenden Finanzkapitals ist.

 

Und für diese Manipulation der öffentlichen Meinung haben die Massenmedien eine zentrale Aufgabe. Aber allein schon die wachsenden Anzeigenteile in Zeitungen und Fernsehsendungen lassen den Schein der angeblich unabhängigen Medien verblassen. Dahinter wird immer deutlicher: Wer zahlt bestimmt die Musik. Wobei die Monopole das meiste aus unseren Steuergeldern zahlen. Wenn nun die anerkannten Medienkonzerne - auch mitbedingt durch die Weltwirtschafts- und Finanzkrise - kränkeln und die Arbeitsplätze reihenweise vernichten, läuten in den Führungsetagen der internationalen Monopole die Alarmglocken.

 

Die EU wurde beauftragt einen Aktionsplan zu erstellen, wie den „Medienunternehmen der Zugang zu EU-Hilfen erleichtert wird“. Die ersten Maßnahmen aus dem Aktionsplan sollen im kommenden Jahr umgesetzt werden. Und die Medienunternehmen sollen als Betrugsinstrumente wieder aufgemöbelt werden: „Parallel dazu arbeitet die EU-Kommission an einer Strategie, wie die Demokratie in der EU gestärkt werden soll.“ Eine solche Strategie ist eine Illusion, denn dann müsste sie eine wirklich freie Presse in einer wirklichen Demokratie für die breiten Massen ansteuern. Das kann erst im Sozialismus der Fall sein. Den aber, mit der Verbreitung der antikommunistischen Weltanschauung zu bekämpfen, ist die Kernaufgabe der bürgerlichen Massenmedien.