Rekordzahl

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590 Corona-Tote innerhalb von 24 Stunden – hinter jedem steht ein Schicksal

Mit 590 Toten innerhalb von 24 Stunden meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) einen traurigen neuen Höchststand für Deutschland. Bedauerlicherweise aber verwandeln sich die täglichen Corona-Zahlen-Meldungen des RKI mehr und mehr in eine rein statistische Aufstellung. Was dabei zunehmend in den Hintergrund rückt: Hinter jeder Zahl stehen ein toter Mensch und seine Angehörigen!

Von ffz
590 Corona-Tote innerhalb von 24 Stunden – hinter jedem steht ein Schicksal
Eines der letzten Fotos von Brittanya Karma

So der Fall eines lungenkranken 73-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen. Er war seit Jahren auf Sauerstoff angewiesen und entwickelte aufgrund einer Corona-Infektion eine Lungenentzündung. Aufgrund der Beschlüsse von Bundesregierung und Bundesländern, Risikogruppen in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Behinderteneinrichtungen zu schützen, durfte seine Familie weder im Rettungswagen mitfahren, noch ihn im Krankenhaus besuchen.

 

Einzig Kommunikation via Handy war möglich, was aufgrund der Atemnot des Patienten eine kurzfristige Angelegenheit war. Erst nach der Verlegung auf die Intensivstation durfte die Familie ihn kurz vor seinem Tod besuchen. Gestorben ist er dann alleine. Ein Schicksal von vielen in Deutschland. Und das trifft nicht nur alte oder vorgeschädigte Menschen. So ist vor kurzem die antirassistische Hamburger Rapperin Brittanya Karma an Corona gestorben. Der Tod ereilte sie mit gerade 29 Jahren. Die Deutsch-Vietnamesin war, als sie sich mit Corona infizierte, gerade frisch verlobt, voller Energie und hatte noch sehr viel im Leben vor. Vor ihrem Tod hatte sie noch auf Instagram gepostet: „Ich hatte so viele Schmerzen“. Weiterhin erklärte sie, dass sie tagelang nicht essen oder schlafen habe können. Ihr letztes Statement dazu: „Corona sollte ernster genommen werden. Bitte, achtet aufeinander!“

 

Hinter jedem Corona-Toten steht ein menschliches Schicksal. Deshalb sollte diese Krankheit wirklich ernst genommen werden. Es gibt natürlich keinen Grund für Panik, wenn man sich an die nötigen Regeln hält, aber das sollten einem die eigene Gesundheit – und schlussendlich auch das eigene Leben - wert sein.