Daimler

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Argument "fehlende Flächen" widerlegt

Der Daimler-Vorstand begründete seine Pläne, im Stammwerk 4000 Arbeitsplätze zu vernichten mit dem Argument, dass für die E-Mobilität Platz geschaffen müsse.

Von wb

“Platz, den wir in Untertürkheim nicht haben, und den wir beispielsweise durch die Verlagerung der Kurbelwelle schaffen möchten“. Doch dieses „Sachargument“ war nur vorgeschoben.

 

„Wie knapp ist der Platz wirklich?“ fragen die Stuttgarter Nachrichten. „Denn Daimler erlaubt sich den Luxus, bereits seit Jahren zwei große Flächen in der Stadt, die man für viel Geld gekauft hat, vor sich hindämmern zu lassen.“ Beide Grundstücke werden seit Jahren nur als Parkplätze benutzt, was ökologisch zu kritisieren und zum Teil vom Steuerzahler subventioniert wurde.

 

Das sorgt jetzt auch im Stuttgarter Gemeinderat für Diskussionen. Doch Noch-OB Fritz Kuhn von den GRÜNEN vertritt: „Wenn Daimler das Grundstück ein paar Jahre länger als Parkplatz nutzen will, müssen wir das machen“. Und: „Man müsse manchmal auf Firmen zugehen, auch wenn es nicht zur reinen Lehre der eigenen Überzeugungen passe“.

 

Weg mit dem grünen Image, wenn es dabei stört, als Dienstleister für die Monopole zu agieren! Solcher Einsatz wird bekanntlich immer damit gerechtfertigt, dass dies Arbeitsplätze schaffe. Doch Daimler will genau das Gegenteil. So soll die Verbrenner-Motorenproduktion ins neue polnische Werk in Jawor verlagert werden. Das liegt in einer Sonderwirtschaftszone, mit einer faktischen Unternehmer-Steuerbefreiung für 15 Jahre, einem von der EU finanzierten Autobahnanschluss und Facharbeiterlöhnen, die zwei Drittel niedriger als in Deutschland liegen.

 

Weil dort höhere Profite winken, dafür werden Umwelt und Arbeitsplätze zerstört! Nicht, weil es in Untertürkheim an Flächen fehlt!