Gelsenkirchen

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Das ist eine Behinderungs-Strategie im Kampf gegen Corona!

Den folgenden Leserbrief hat Günter Wagner an die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ (WAZ) geschickt:

Günter Wagner, Allgemeinarzt Gelsenkirchen

Vor sechs Wochen habe ich angeregt, dass umgehend Schnelltests flächenhaft eingesetzt werden. Am 5. Dezember konnte man in der WAZ lesen: „Schnelltests erst nach den Ferien“ - dann sind noch einmal fünf Wochen oder fast drei Monate unnütz verstrichen! „Das Ministerium spricht von „offenen rechtlichen Fragen“ (WAZ, 5.12.). Keine offenen rechtlichen Fragen gibt es offensichtlich bei Kontakt- und Ausgangssperren für uns alle! Inzwischen muss aber das Robert-Koch-Instituts (RKI) zugeben, dass es nur bei 16 Prozent der Neuinfektionen weiß, woher diese kommen. Trotzdem wird weiter alles auf den privaten Bereich abgewälzt.

 

Mit den Schnelltests können die Infizierten sofort in Quarantäne geschickt werden. Damit lassen sich die Infektionsketten unterbrechen. Statt breitem Einsatz ändern sich für Arztpraxen fast wöchentlich die bürokratischen Vorgaben und Hürden wann, wie, wie oft ein Schnelltest gemacht und abgerechnet werden darf. Ich halte das für unverantwortlich und gefährlich. Für mich ist diese Strategie eine Behinderungs-Strategie.